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Aperschnalzen#

(c) ORF
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Der in Linz geübte Neujahrsbrauch besteht seit 1925 und hat Vorbilder in Bayern. Die kurzstieligen Peitschen sind 4 m lang und 4 kg schwer. Das Ende, das den Knall erzeugt, ist ein 30 cm langer Seidenfaden mit einem Knoten (Schmiss). Die Mitglieder der etwa zehnköpfigen Trachtengruppe tragen weiße Hemden, schwarze Hosen und ärmellose Samtjacken, sowie schwarze Mützen mit einer gelben Quaste.

Im Land Salzburg ist das Aperschnalzen zwischen Dreikönig und Aschermittwoch Brauch. Der Lärmumzug soll um 1730 erstmals in der Ortschaft Gois durchgeführt worden sein. Beim Rupertischnalzen nehmen mehr als 100 Passen (Gruppen, 7 bis 13 Burschen) aus Salzburg und Bayern teil. Der Wettbewerb findet abwechselnd in verschiedenen Orten statt.

Lärm spielt bei Neujahrsbräuchen traditionell eine große Rolle (vgl. Kracher und Feuerwerke). Aper bedeutet schneefrei.


Quellen: 
Bräuche Oberösterreich
Karl Zinnburg: Salzburger Volksbräuche. Salzburg 1972


Siehe auch:
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