Fest #

Fest

Das seit dem 13. Jahrhundert bezeugte Substantiv (mhd. fest) ist entlehnt aus lat. festum - Festtag, das mit dem lateinischen feriae - Festtage, und dem Adjektiv festus - festlich, feierlich zusammenhängt. "Saure Wochen! Frohe Feste!" Prägnanter könnte kein Werbetexter den Sinn der Bräuche ausdrücken, als Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) in seinem "Schatzgräber". Feste akzentuieren den Alltag und den Lebenslauf, sie geben dem Zeitbrei die Würze. Sie sorgen für den Rhythmus, den Menschen brauchen, wie Atmen, Herzschlag, Spannung und Entspannung. Der zielgerichteten Arbeit steht das zweck-lose Fest gegenüber. Das Alltagsleben entfremdet, das Fest macht Arbeitstiere wieder zu Menschen.


Quelle: Duden - Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. Mannheim 2006

Bild: Ein Fest - nicht nur - der Pferde: Georgiritt in Eben bei Altmünster (Oberösterreich). Foto: Alfred Wolf, 2003