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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 123 -
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3.3 Briefe1940 aber keine gekommen. Ich komme Freitag nachmittags um halb vier. Bitte schreibmir,woDuso liebwarst, dasZimmerzu reservieren. Ich habe einen kurzen Entwurf zum ,Sokrates‘ geschrieben, – bin ein wenig müde.Auch indie ,Sizilien‘ habe ichwiederhineingeschrieben.Freue mich sehraufWien. DasLiebsteundSchönste! 46)AnMariaCharlotteSweceny,o.O. [St.Wolfgang],o.D. [1.7.1940?] M.l.H., ich danke Dir vielmals für Dein liebes Brieferl und freue mich schreck- lich,dassDukommst.DenkDir, vielleicht fahre ichvorher sogarnach Wien.DenndieFilmleute fangenan,michwegendesFilmszusekkieren (wie ichesvorausgesagthatte)undwollenmitmir „reden“.Siefinden, dass viel zu wenig vom Bahnhof darin vorkommt. Ich habe ihnen in- zwischen andre Arten von Vorschlägen gemacht und warte die Antwort ab. Ein Zimmerlein werden wir für Dich schon finden, wie Du es willst, wenngleichdasGrand-Hotel inderTatnichtaufsperrt.M.H.,wiekannst du nur glauben, daß mir irgendeine Gesellschaft lieber wäre als Deine, – ganz abgesehen davon, daß ich, eigentlich, gar keine habe! Denn ans andre Ufer fahre ich selten, mit den Leuten | ist im Moment wieder einmal kaum zu reden, es ist also sehr gut, dass die Nachricht vom schaukelndenElefanten siewiedereinwenig insGleichgewichtbringt. Und in der Ried bin ich auch nur gelegentlich am Abend. Aber auch meinenNabelhabe ich– ichKleinod imLotos! –nuneigentlich schon genug betrachtet, sodaß mir alles klar geworden ist. Das alles wäre aber auch sonst nicht das geringste Hindernis gewesen, mich auf Dich zu freuen. Mir ist nur gräßlich leid, daß Du erklärst, Du könntest zwischen dem 5. und 15. nicht kommen. Daß Du da nicht ganz au fait bist, ist doch keinwirklichesHindernis!Manweißdochnicht,wasdieZeit bringen wird. Warum also sie versäumen? Ich stelle mir vor, daß ich etwa Mitte derWochevondenFilmleutenNachrichthabe,dass ichEndederWoche oder anfangs der nächsten auf einen Tag nach Wien kommen müßte und | daß wir dann etwa gemeinsam herausführen, oder (wenn Dir das aus mancherlei Gründen nicht ganz das richtige schiene) sehr bald nach einander. Fassenwir also dochetwa den10. ins Auge;denn viel länger 123
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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