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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 125 -
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3.3 Briefe1940 denFilmleuten:doch sooder so, ich rechnedamit, dassDuetwaMitte nächster Woche da bist, – ob Du nun allein reisest, mein H., oder ob wir zusammenvonWienherfahren. Alles unter der Voraussetzung, dass keine Elementarereignisse eintre- ten. Die ersten Mitteilungen Deines Briefes haben mich natürlich betrübt, wenngleich | es vielleicht nicht einmal richtig war, sich davon betrüben zu lassen.Schonals ichabendsheimging(wodannDeinBrief lag) lief mir eine schwarze Katze über den Weg, und vor mir ging eine Person. Aber diese Person ging nicht als erste über die Spur, sondern sie bog nach linksab; sogingdenn ichals ersterdrüber. Doch Katzen hin, Katzen her, – wenn Ihr mit Hans verhandelt, und wenn das zu etwas führt, so kann das nur zu seinem Nachteil sein, denn wenn Ihr zu verhandeln nicht nötig hättet, so tätet Ihr’s ja nicht. Ich bin neugierig, was er tut. Aber er wird wohl nicht viel anders können, als zulagen[sic!].DamitwäredasGeschäftlicheauf langeerledigt. Ich hoffe, Dir in jener verdammten Filmsache | bald Nachricht geben zu können. Auch mit dem Roman für die „Wehrmacht“ haben sie’s plötzlich immereiligerundeiliger,–ohneaberdassdieVoraussetzungen dafür geklärt werden. Doch haben sich die Leute in einem Brief, den ich heute erhalten habe, erbötig gemacht, durch das Oberkommando nachbohrenzu lassen,und ich schrieb, sie solltendasnur tun. – Bin rechtbetrübt.Gut ist anderganzenSachenur,dass ichmirum Olga nicht mehr so viele Sorgen zu machen brauche. Das ist schon etwas – und man soll ja überhaupt seine eigenen Wünsche hinter edlere Regungen zurückstellen. Das liest sich in Romanen recht schön, ist aber in Wirklichkeit schwer. Nur tut man’s, als anständiger Mensch, schließlichdoch.Man tutes| sogarganzvonselberundkommtauch aufgarkeineandre Idee.Das ist es ja. Ichbinneugierig,wasdasnoch alleswerdenwird. Nun,m.H.,denkenwiranetwasandres. IchgebeDir sofortNachricht, sowie ich etwas weiß. Vielleicht sehen wir, wenn Du dann da bist, doch einen Hasen und können ein bißchen mit ihm Konversation machen. Denngegenmichallein sind sie janicht sehrmitteilsam. DasLiebsteundSchönste! d.2.VII. N. 125
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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