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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 337 -
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6.1 Vorbemerkung KunstundWissenschaft begeisterten[sic!]undschöpferischeBe- gabungenmitAufträgenundAnkäufen förderten[sic!]. [...]Das mit einem Dolch attackierte Mädchen auf dem Bild [Kokoschkas, C.D.]war inzwischenzueiner faszinierendenDameundüberaus gastfreundlichenHausfrau inHochrotherdherangewachsen.9 InRomanRocˇeksLernet-Biografie tauchtLotteSweceny schließlichals „die mit Lernet befreundete Mitbesitzerin des Manzschen Verlagshauses“ auf.10 Aus den Briefen und Konzepten Maria Charlotte Swecenys an Alexander Lernet-Holenia tritt dem Leser eine bemerkenswerte Persönlichkeit ent- gegen: gebildet und selbstbewusst; materiell unabhängig durch Geburt und Heirat; bekannt und befreundet mit zahlreichen Exponenten des Geisteslebens der Zwischenkriegszeit. Maria Charlotte Stein, spätere Sweceny, verfügte selbst über ein beträchtliches literarisches Talent und eine Intelligenz,die ihr imKreise ihrerFamilieund ihrerFreundeund Bekanntenzweifellos eineSonderstellungverschafften. Die Herkunft Lotte Swecenys aus einer jüdischen Unternehmerfamilie prägte ihre Persönlichkeit in beträchtlichem Maße; Werte wie Libera- lismus in Denkenund Handeln,Bildungals höchstesGut, Tüchtigkeit undVerantwortungsbewusstseinbestimmtendieAtmosphäre ihresEl- ternhauses.11 Diese befruchtende Atmosphäre war auch das Resultat einer seit zweiGenerationenandauernden–und inLottesGeneration abgeschlossenen–AssimilationsleistungvonLottesGroßvaterMarkus und ihremVaterRichard. IndenJahren ihrergemeinsamenGeschäfts- führungentstandendie „Manz’schenGesetzesausgaben“alsReihemit Anspruch auf Vollständigkeit, waren viele der bedeutendsten Juristen derMonarchie–dannderErstenRepublik–AutorendesVerlags, ent- stand das Buchhandlungs-Portal von Adolf Loos, wurden Lotte Sweceny und ihr Bruder Walter von Oskar Kokoschka gemalt, wurde Richards BruderErwinSchülerArnoldSchönbergs. 9 Ebd., S.262f. 10 RomanRocˇek:DieneunLebendesAlexanderLernet-Holenia.EineBiographie.Wien–Köln– Weimar: Böhlau 1997, S.223, 231, 244, 388, 389; hier S.231. Maria Charlotte („Lotte“) Sweceny heißt hier irreführenderweise mal „Charlotte Sweceny“, mal „Charlotte Stein“. Sie habe ihm, so Rocˇek, als (mündliche) Quelle gedient, in die Briefe Lernets aber keine Einsicht gewährt. Hierzu und zu Rocˇeks daraus folgender Konstruktion nicht existenter Quellen sieheS.34,FN97. 11 Vgl. auch die Ausführungen zur Konversion der Familie vom Judentum zum Protestan- tismusaufS.349. 337
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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