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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 349 -
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6.2 „DergeboreneVerleger“:MarkusStein,derGroßvater Der vierzehnjährige Konvertit Richard Stein handelte dabei durchaus re- präsentativ: „Die meisten männlichen Apostaten stammten aus Häusern desoberenMittelstandes [...].“57 IndenCharakterisierungenMarkus undRichardSteinsklingtauchetwasan,wasman inAnlehnunganMax Weber „protestantische Ethik“ nennen könnte – Werte, an denen man sich innerhalbdesdieGeschäfte führendenFamilienzweigsorientierte: „Ablehnung jeder leichtlebigen Hingabe an Impulse des Augenblickes“58 wird Markus Stein von seinem Enkel Robert attestiert, „unermüdlich vorwärtsstrebendes Wirken“ (Markus) und „rastlose Pflichterfüllung“ (Richard) charakterisierendieVerstorbenen inderöffentlichenTrauer- anzeige.59 Noch Robert Stein, Markus’ Enkel, wird über seine Familie schreiben: „Es ist [...]beiunsTradition,Äußerlichkeitenabholdzusein und keine Ehren zu suchen, sondern Befriedigung vor allem im Dienste anderSachezufinden[...].“60 Eswurdebereitsdaraufhingewiesen,dass in [...] kaum einer Berufssparte [...] die Evangelischen so zahlreich vertreten [waren] wie im Buchhandel bzw. Verlagsbuchhandel – AufklärungundBildungsindgewissermaßendieSchwesterndes evangelischen Glaubens. [...] Protestanten gründeten die Verlage Holzhausen,Jasper,Gerold,Konegen,Manz,Deuticke,Gräffer,Last, Müller,Amalthea,Hartlebenu.a. [...].61 Wie wichtig Markus Stein seine neue Rolle als Angehöriger der evangeli- schenGemeindeWiensnahm, lässt sichauchausderTatsacheersehen, dass erbaldnachseinerÜbersiedlung indieReichshauptstadtaktives Mitglied der 1879 gegründeten „Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich“ war. Die Wiener Klinkhardt-Filiale führte bereits seit 1880das JahrbuchderGesellschaft imVerlagsprogramm.62 Seit1893erschiendas Jahrbuchdann inderManz’schenVerlags-und Universitätsbuchhandlung,dieMarkusSteinam1.Januar1883inseiner kreditierten Mitglieder der österreichischen Rechtsanwaltskammern (Hrsg.): Advokaten 1938. Das Schicksal der in den Jahren 1938 bis 1945 verfolgten österreichischen Rechtsan- wältinnen und Rechtsanwälte. Wien: Manz’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung 2010,S.1–72,hierS.5). 57 Rozenblit: Die JudenWiens1867–1914, S.142. 58 R.Stein: Festrede100JahreManz,S.3. 59 Partezettel-ArchivderHeraldisch-GenealogischenGesellschaft „Adler“,Wien. 60 R.Stein: Festrede100JahreManz,S.1. 61 Salzer/Karner: VomChristbaumzurRingstraße, S.189. 62 V[ölker]: MarkusStein†,S.167. 349
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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