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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 363 -
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6.3 „RastlosePflichterfüllung“:RichardStein,derVater so der Verlag in der bereits erwähnten Todesanzeige, „einen Führer von seltener Umsicht und Tatkraft, der sein Leben in aufopferungsvoller Arbeit ganz indenDienstunseresUnternehmensgestellt hat.“DieBe- legschaft ergänzte in einer eigenen Mitteilung: „Wir verlieren in dem allzufrühVerblicheneneinenChefvollwärmsten sozialenEmpfindens, einenFreundgütigenHerzens,dessen rastlosePflichterfüllungunserer Arbeit stetsVorbild seinwird.“ Der Verlust zwar zweifellos groß. Besonders schmerzlich muss ihn der Vater Markus empfunden haben (Richards Mutter Nanette war bereits am 5. Juni 1930120 verstorben). Als er im hohen Alter von 89 Jahren am 29. Mai 1935 selbst starb, hatte er seinen Erstgeborenen um zweieinhalb Jahre überlebt. Im Branchenblatt war über Markus Stein zu lesen: „Der Verblichene war einer der bedeutendsten Buchhändler Österreichs, eine Zierde seines Standes; er genoß die Verehrung Aller, diemit ihmbekanntwurden.“121 Die„Gesellschaft fürdieGeschichtedes Protestantismus imehemaligenund imneuenÖsterreich“,derMarkus Stein seit 1909 als Schatzmeister angehört hatte, ergänzte: „Ungeachtet der bedeutsamen Erfolge, die er erzielte, und des erstaunlichen Wissens, das er sich aneignete, blieb er für seine Person in vornehmer Gesinnung bescheidenundzurückhaltend.“122 Das Zweiergespann hatte dem Verlag eine hervorragende Stellung erarbeitet. Inden1920er-und1930er-JahrenwarManzerfolgreich in denSpartenLiteratur,Kunst, Pädagogikund, vorallem,Recht tätig.123 Richard hatte die von Markus begründeten „Manz’schen Gesetzesaus- gaben“ vervollständigt und den Verlag mit „Kreativität, Konsequenz, Motivationstalent und Sparsamkeit“124 durch die schwierigen Jahre währenddesundnachdemErstenWeltkrieggelenkt.Dienächste, für den Verlag womöglich noch existenzgefährdendere Krise, die sich durch den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich ergab, musste weder MarkusnochRichardmiterleben. 120 Sterbematrikel HB 1930/027, zit. nach Staudacher: Jüdisch-protestantische Konvertiten inWien1782–1914.Teil 2, S.695FN681. 121 Anon.: o.T. [Nachruf Markus Stein]. In: Anzeiger fürden Buch-, Kunst- und Musikalien- handel14(Juni1935),S.73. 122 V[ölker]:MarkusStein†,S.168. 123 Auf dem Kopf des Firmenbriefpapiers hieß es in diesen Jahren: „Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung: Rechts- und Staatswissenschaft – Volkswirtschaft – Pädagogik–KunstundSchöneLiteratur–CollectionManz“ (SteinFA). 124 ManzGmbH(Hrsg.):150JahreManz.Manz’scheVerlags-undUniversitätsbuchhand- lung1999,S.16. 363
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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