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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 375 -
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6.4 DieGeschwister Robert Stein starb am 27. Juli 1970 während einer Bergtour – wie sie sowohl er als auch sein Bruder Walter häufig und gerne unternahmen – aneinemHerzinfarkt. 6.4.2 WalterStein WalterWilhelmOttoSteinwurdeam2.November1901inWiengeboren. Der zweite Sohn Frieda und Richard Steins fügte sich weniger leicht als BruderRobertdenErwartungenseinesVaters, demu.a.die schlechten SchulnotendesZweitgeborenenKopfzerbrechenbereiteten.181 Walter wiederumhielt – zumindest zeitweise–dieZusammenarbeitmitdem Vater „auspsychologischenGründenfürunmöglich“.182 Miteiner frühen Heirat – Walter hatte am 6. Januar 1924 23-jährig Gisela Margarethe Holzer (1904–?) geehelicht und mit ihr den 1925 geborenen Werner183 gezeugt–hatteWalter jedenfalls seineEigenständigkeit (oder, jenach Sichtweise, seinenLeichtsinn)demonstriert.184 In den 1920er-Jahren hielt sich Walter – nach der Matura 1920 – fern des Familienbetriebs mit unterschiedlichen Tätigkeiten über Wasser, u.a. mit dem Verkauf von Türschlössern.185 Zuvor hatte er eine Bankprü- fung oder einen Abiturientenkurs an der Handelsakademie absolviert undbeiderUnion-Bankgearbeitet.186 1923arbeiteteer fürdie „Bank- 181 Robert gegenüber erwähnt Richard die schlechten Noten von dessen Bruder Walter: „Walterhatunsnicht viel Freudegemacht; erwardoch inGriechischgetadelt, Latein, DeutschundGeschichteermahnt.SeinSchlusszeugnishatNachprüfungen inGeschichte undGeographie;das istdochzublöd, sich so seinenSommerzu ruinieren,wenner sich auch natürlich in seinem herrlichen Leichtsinn darüber keine grauen Haare wachsen lässt [...] (Richard Stein: Brief an Robert Stein. 28. Juli 1917 [SteinFA], zit. nach ebd., S.176FN478). 182 RobertStein:Brief anWalterStein.9.Apr. 1925(zit. nach ebd., S.176FN479). 183 WernerWolfgangOttoDitherfiel imFebruar1945 inKönigsberg;dieFamilie erfuhrerst zehn Jahre später von seinem Tod (Barbara Netscher: Persönliche Mitteilung an den Verfasser [E-Mail].Ronneburg.28.Feb.2011). 184 DieEhewurde„wohlnurbedingtmitderZustimmungdesVaters, dieWalteraber in verschiedenen Briefen zu erlangen suchte, geschlossen“, so Walters Tochter Barbara Netscher (ebd.). Die Ehe wurde am 7. Mai 1933 geschieden; die Scheidung wurde aus unbekanntenGründenerst am14.April 1946 rechtskräftig. 185 Markus F. Stein: Persönliche Mitteilung an den Verfasser (E-Mail). Wien. 1. März 2011. 186 BarbaraNetscher:PersönlicheMitteilungandenVerfasser (E-Mail).Ronneburg.28.Feb. 2011. Aus der Stellung bei der Bank wurde Walter im Januar 1922 gekündigt, da er sich längere Zeit wegen einer Lungenerkrankung in einem Sanatorium in Gmunden aufhaltenmusste. 375
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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