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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 383 -
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6.6 MariaCharlotteStein (verh.Sweceny) im bester liberaler Tradition wirtschaftliche Tüchtigkeit mit kulturellem Engagementundbeauftragtenbzw. förderten führendeKünstler ihrer Zeit. Es war bereits davon die Rede, dass Arnold Schönberg nicht nur von der mentalen Unterstützung seines Schülers Erwin Stein profitierte, sondern auch von des Buchhändlersohns leichtem Zugang zu Notenma- terial (vgl.Kap.6.3.5);Adolf Loos,der indiesenJahren inderWiener Innenstadt einige seinerwichtigstenWerke218 schuf,wurdemit einem Geschäftsportal für die Buchhandlung im Erdgeschoss des 1892/93 erbautenStadthausesbeauftragt.219 Ein „Nebeneffekt“ der Beschäftigung Loos’ als Architektwar wohl die Beauftragung eines weiteren, ebenfalls notorischen Künstlers dieser Jah- re, Oskar Kokoschka (1886–1980). 1909 ließ Richard Stein sowohl sich selbst als auchseinebeiden jüngerenKinderWalterundLotte (damals achtbzw. fünf Jahrealt) vonKokoschkamalen.MitdemErgebnisdürfte RichardSteinnicht recht zufriedengewesensein:DieFamilienüberlie- ferungbesagt, dassdieBildernichtaufgehängtwurden.220 Überhaupt dürften die beiden Aufträge eher durch Vermittlung als durch eigene Neigungzustandegekommensein:1909hatteAdolf Loosden jungen OskarKokoschkaunter seineFittichegenommenunddamitbegonnen, ihm Aufträge aus dem Kreis seiner Freunde und Geschäftspartner zu vermitteln.221 „DasPorträt vonDr.Robert [recte:Richard]Stein,dem Inhaber der Universitätsbuchhandlung Manz, der Loos mehrmals mit Aufträgenbedachte,unddasBildnis seinerKinderentstandendamals [...].“222 DieerstenAufträgedieserArtkamen imSommer1909zustan- de;223 dieStein-Bildnisse zähltenalsowohl zudenerstenAufträgen,die Loos seinemSchützlingverschaffte.224 218 Wohn- und Geschäftshaus Goldman & Salatsch, Michaelerplatz 3 (1910–1911), Schnei- dersalonKniže,AmGraben13(1913). 219 Vgl. auchKap.6.3.3. 220 SusanneStein-Dichtl:PersönlicheMitteilungandenVerfasser(Mitschrift).Wien.16.Juli 2009. 221 Vgl.W. J. Schweiger: Der jungeKokoschka, S.118. 222 Rukschcio/Schachel: Adolf Loos. LebenundWerk, S.143. 223 Vgl.W. J. Schweiger: Der jungeKokoschka, S.118. 224 Da Loos sich verpflichtet fühlte, die Bilder „der von ihm vermittelten Porträtaufträge selbst zu nehmen, wenn sie dem Dargestellten nicht gefielen“ (ebd., S.117.), befanden sichauchdiesebeidenGemäldevorübergehend in seinemBesitz.ZurProvenienzder BilderKokoschkasvgl.Winkler/Erling: OskarKokoschka. 383
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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