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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Seite - 185 -
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5      »IslamgleichProblem« 185 en unterzeichnet.8 Österreichische Bundesregierung und ›Sozialpartner‹ – BundeswirtschaftskammerundGewerkschaftsbund,diemitdemRaab-Olah- Abkommen1961diepolitischeGrundlage fürÖsterreichsGastarbeiterpolitik gelegthatten (vgl.Horvath2014, 129ff.)–verstandendie soeingesetztenAr- beitsmigrantInnenzunächst als »Konjunkturpuffer« (Bauböck 1996: 12).Wie imBegriff des ›Gastarbeiters‹ angezeigt, sollte ihrAufenthalt zeitlichbefris- tet bleiben, Integrationstendenzen indieAufnahmegesellschaft sollte durch forcierteRotationunddieEinschränkungvonpolitischenundsozialenRech- tenderMigrantInnenentgegengewirktwerden.Tatsächlich stellten sichdie Anforderungendes so erdachtenMigrationsregimes jedoch als kaum lebbar heraus,wieBauböckzusammenfasst: »DieUnternehmenwarennichtbereit, einmal angelernte Arbeitskräfte durch frisch angeworbene zu ersetzen und dieMigranten selbst verlängerten ihrenAufenthalt solange ihnenBeschäfti- gunggebotenwurdeundsie ihreSparziele (teils aufgrundder relativhohen Lebenshaltungskosten)nichterreichenkonnten« (Bauböck1996: 13).Schließ- lich entstand besonders durch die Praxis des Familiennachzugs auch nach demAnwerbestoppvon 1973 einedauerhaft inÖsterreichansässigeMinder- heit vonehemaligenGastarbeiterInnenund ihrenFamilien.EinGroßteilder GastarbeiterfamilienstammteausJugoslawien,dochauchdieZahldertürki- schenMigrantInnenhattesichdurchArbeitsmigrationundFamiliennachzug zu einer signifikantenGröße entwickelt: »Wurden vonder österreichischen Volkszählungdes Jahres 1961noch217 türkischeStaatsbürger/innengezählt, so lebten fünfzig Jahre später über 200.000Männer undFrauen türkischer Abstammung inÖsterreich« (Hahn/Stöger2014: 8).Für2010gingderÖster- reichische Integrationsfonds von 183.000Personen inÖsterreich aus,die in derTürkeigeborenwurdenund/oderdie türkischeStaatsbürgerschaftbesit- zen. 247.500 gelten alsMenschenmit »türkischemMigrationshintergrund« inÖsterreich, deren Eltern beide in der Türkei geborenwurden (Potkanski 2010). Zwar existieren keine belastbarenZahlen zur konfessionellen Zuord- nungderösterreichischenBevölkerung,daInformationenzurReligionszuge- hörigkeitseit2001nichtmehrbeiVolkszählungeneingeholtwerden.9 Jüngste demografischeForschungenschätzen jedochdenAnteilderMuslimInnenan 8 DaserstederartigeAbkommenwurdezuvor1962mitSpanienabgeschlossen,esbliebje- dochweitgehendwirkungslos–1963warenwenigeralseintausendspanischeStaatsbür- gerInneninÖsterreichbeschäftigt (Hahn/Stöger2014:17). 9 2001wurdedieVolkszählungdurcheinRegisterverfahrenersetzt, das verschiedenean- onymisierteStatistikenundErhebungenmiteinanderverknüpftwerden.DaderStaatkei- nenZugriffaufdieRegisterderReligionsgemeinschaftenhat(undauchdiesebeiweitem
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Ă–sterreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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