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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Seite - 189 -
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5      »IslamgleichProblem« 189 come to signify immigration and that immigration has become one of the most important issues« (Yilmaz2016: 150). 5.2.4      »SelbstfabrizierteBehinderungen«:derToposStatus,Bildung undKlasse DieengeVerknüpfungvon ›Islam‹und ›Migration‹ verweistaufeinenweite- renTopos.ErwirdindieserAussageeinesJournalistenangesprochen,derauf dieFrage,obdasThemaIslamundMuslime inseinempersönlichenUmfeld eineRolle spiele,antwortet: »Islamdebattensind ja inÖsterreich immersehrauf türkischeZuwanderer bezogen, nachdemdiedengrößtenAnteil derMuslime inÖsterreich stel- len.Unddahatmannatürlichauch,wennmanbetrachtetwoherdieerste Generation gekommen ist, eine sehr ländlich geprägte Zuwanderung und natürlich kaumstädtischeBildungsschichten, die in den 70er Jahrennach Österreichgekommensind«(F1m) DieWahrnehmung vonMuslimInnen inÖsterreich, so führt erweiter aus, sei starkvondiesemBildderArbeitsmigrationgeprägt:niedrigoderunqua- lifizierte ArbeiterInnen aus ländlichenRegionen, die inBranchenmit nied- rigerBezahlungundgeringemgesellschaftlichenAnsehen tätig sind.Ande- re Interviewpartner beschreiben türkischeMigrantInnen der Gastarbeiter- Generation als »anatolischeBilligarbeitskräfte« (C2m), »billigeZuwanderer« (E2m) oder »sozial schwache Schichten« (B2m).Die Figur des/dermuslimi- schenAnderenhatalsoeineFacette,die imToposdes sozialenStatus sichtbar und insbesondere durch das Element des zugeschriebenen Bildungsniveaus vermittelt wird. Dabei wird häufig, wie in der oben zitierten Passage, auf dieSpezifikadertürkischenArbeitsmigrationnachÖsterreichBezuggenom- men.Tatsächlich führten sowohldieoffiziellenAnwerbeabkommenals auch die informelle Arbeitsmigrationder 1960er und 1970er Jahre dazu,dassmi- grantischeArbeiterInnenvorallemimBaugewerbe, inderTextil-undLeder- verarbeitungsowieinderMetallindustrietätigwaren(Hahn/Stöger2014:25). DasLohnniveaudieser›GastarbeiterInnen‹warniedrigunddieArbeitsbedin- gungenvergleichsweise schlecht,wasauchmitderPolitikderSozialpartner zusammenhing: »[D]er Zugang zur – in Österreich bis in die 1990er Jahre durch den Staat dominierten–Großindustrie, die höhere Löhne bot, blieb fürArbeitsmigranten/innen(besonders türkischerHerkunft)beschränkt.Ar- beitsfelderfürtürkischeMigranten/innenbildeteninderRegelwenigattrak-
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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