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Anton Kuh - Biographie
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396 gegen eine Räuberbande, an deren Spitze der »Schwarze Teufel«, die aus ihrem skurrilen Versteck, einem riesigen Weinfaß, heraus durch auf und nieder wippende Sehschlitze die Gegend ausspioniert; ein Wald- schrat mit der Anmutung eines Weihnachtmanns, dessen kolossales Lachen den Schnee von den tiefverschneiten Tannen rieseln läßt; eine geldgierige Wahrsagerin; eine abgelegene Schenke in einem Bergdorf; ein Geldschatz in einem Wollstrumpf, der entwendet wird und dem ein Trupp Gendarmen und eine Räuberbande hinterherjagt; ein tief ver- schneiter Winterwald; ein Esel und ein Hund als treue Begleiter des kleinen Helden der Geschichte. Ein Märchen, wo  – Ende gut, alles gut  – es den Guten gelingt, die Bösen zu demaskieren und dingfest zu machen. Auf einer zweiten Ebene gelesen, kann das Bärtchen, das die unifor- men Räuber-Orchestermusiker tragen, sowohl als Hommage an Charlie Chaplin wie auch als Anspielung auf Adolf Hitler verstanden werden; mögen die Formation der clownesken Musiker und die operettenhaft karikierten Gendarmen viel von den Briganten Jacques Offenbachs an sich haben  – wenn sie durch den Film paradieren, vermag man durch- aus auch das Stampfen von Stiefeln im Gleichschritt zu vernehmen; auch die schnauzbärtigen Gendarmen mit Zweispitz und Cape, eigent- lich Hüter der Ordnung, sind weniger hinter den als Biedermänner verkleideten Räubern her, als sie ihnen, im Gegenteil, zuweilen den Weg frei machen. Und wer beim musizierenden Landfahrervolk ohne festen Wohnsitz an die Situation des Exils denkt, sieht die politischen Verhältnisse mit verspielter Phantasie ins Märchenhaft-Skurrile verfrem- det und verdichtet. Gedreht in Großbritannien  – die Innenaufnahmen wurden in den Londoner Elstree-Studios gedreht  –, Österreich (Bad Gastein) in der Schweiz (Chamonix) und in Frankreich (am Mont-Blanc) mit Schauspie- lern aus Österreich, Deutschland, England und Frankreich, spielt und spricht auch die Musik alle Rhythmen und Sprachen dieser Welt. Während das zeitgenössische Publikum mit dem Film, der keinen Verleih fand und im Palace Theatre im Londoner West End (an der Shaftesbury Avenue), einem Sprechtheater-Saal, im Mai 1936 einige Wochen lief,2 nicht viel anfangen konnte, war Anton Kuh hörbar stolz auf seine Mitwirkung. Im Januar 1934 vermeldet er aus Chamonix: »Ein Klavier auf dem Wintergletscher?! Wer hat es hingestellt? Aus welcher Unterwelts-Bar ist es aufgestiegen?  … Nun, wo solche Wun- der ans Licht treten, ist immer auch ein Filmregisseur in der Nähe. Man wird den Deus ex machina im Tal unten bei einer Kamera finden. Und der Verfasser will auch gleich gestehen, daß er an dem Naturphänomen:
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Anton Kuh Biographie
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Anton Kuh
Untertitel
Biographie
Autor
Walter SchĂĽbler
Verlag
Wallstein Verlag
Ort
Göttingen
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8353-3189-1
Abmessungen
13.8 x 22.2 cm
Seiten
576
Kategorie
Biographien
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