Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Seite - 139 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 139 - in Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa

Bild der Seite - 139 -

Bild der Seite - 139 - in Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa

Text der Seite - 139 -

Das Denkmal für Rudolf Wegscheider wur- de aus dem I. Chemischen Institut in den Ar- kadenhof überführt. Die 1926 modellierte Büs- te, die auch an Wegscheiders Ehrengrabmal auf dem Grinzinger Friedhof verwendet wurde, hat- te der Bildhauer Heinrich Zita (1882–1951) noch zu Lebzeiten Wegscheiders angefertigt. In seiner Rede anlässlich der Enthüllung lobte Richard Meister, zu diesem Zeitpunkt Rektor der Wie- ner Universität, dieses lebensvolle Denkmal, des- sen Qualität sich nicht nur in der Wiedergabe der natürlichen Physiognomie, sondern auch [in der Wiedergabe] dessen, was dieser Physiognomie ih- re Vollendung gegeben hat, des Geistes Rudolf Weg- scheiders,15 zeige. Beim Denkmal für Hans Molisch wurde die Kopie der Büste verwendet, die heute noch im Nachfolgeinstitut des Pflanzenphysiologi- schen Instituts, dem Faculty Center of Ecology, zu finden ist. Wie bei den beiden anderen Denk- mälern ist die Darstellung auf den Kopf kon- zentriert, der Brustbereich ist so weit reduziert, dass gerade mal Hemd, Krawatte und Weste so- wie der Kragen des Jacketts zu sehen sind. Der schmale Sockel hat den Vorteil, dass die Büs- te relativ wenig Platz beansprucht und leicht in der Wohnung aufgestellt werden kann. Die un- datierte Büste stammt von dem Bildhauer Franz Seifert (1866–1951). Ein zufälliger Fund von drei Postkarten, die derzeit im Internet zum Kauf an- geboten werden, belegt, dass Molisch mit Sei- fert persönlich bekannt war und sich schon 1922 bei der Auftragsvergabe zum Denkmal für den Chemiker Guido Goldschmiedt für Seifert eingesetzt hatte.16 Wohl aus dieser Zeit stammt auch das Porträt von Hans Molisch. 139zeitgemäss 15 G. Schörner, Der österreichische Realismus am Beispiel eines Künstlerlebens – Heinrich Zita. Der Bildhauer und seine Zeit, Wien (Eigenverlag) 1987, S. 112. 16 Drei Postkarten von Hans Molisch an den Bildhauer Franz Seifert wurden 2015 von der Autografenhandlung Kotte angeboten (www.autographenhandlung.de; abgerufen am 10. August 2015). Abb. 10: Josef Thorak, Denkmal für Julius Schlosser im Arkadenhof der Universität Wien/Porträtfoto von Schlosser.
zurück zum  Buch Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa"
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Titel
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Herausgeber
Ingeborg Schemper-Sparholz
Martin Engel
Andrea Mayr
Julia Rüdiger
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
WIEN · KÖLN · WEIMAR
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20147-2
Abmessungen
18.5 x 26.0 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Scholars‘ monument, portrait sculpture, pantheon, hall of honour, university, Denkmal, Ehrenhalle, Memoria, Gelehrtenmemoria, Pantheon, Epitaph, Gelehrtenporträt, Büste, Historismus, Universität
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa