Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Seite - 290 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 290 - in Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa

Bild der Seite - 290 -

Bild der Seite - 290 - in Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa

Text der Seite - 290 -

ten erhalten, wie den Saal der Aula (Abb. 2), der die Funktion einer Ehrenhalle übernahm, Sa- lons für Professoren und weitere Unterrichts- säle. Unter der planerischen Aufsicht Schinkels leitete Albert Geutebrück (1801–1863) das Bau- vorhaben. Eine zeitgenössische Beschreibung stellt die 1836 fertiggestellte Aula wie folgt dar: Dieser zu akademischen Festlichkeiten, Disputationen und Promotionen bestimmte Saal nimmt […] die bei- den obern Geschosse des Mittelbaus ein. […] die Decoration […] ging aus der Construction der Ga- lerieanlage und der äußerlich zwei Stockwerke bil- denden Fensterseite hervor. Die Wand- und Pilas- terflächen sind mit Stuckmarmor überzogen. Die Pilaster und Simsungen sind weiß, dagegen die Felder grau mit Friesen nach Art des giallo antico. Jene Felder geben Gelegenheit zur Aufstellung von Büsten und zu einem besonderen Schmuck durch Relief.18 Ernst Rietschel, Bildhauer und Professor der Sächsischen Akademie der Künste, ließ eine Sitz- statue in Gips aufstellen, die für ein Modell des in Dresden errichteten, überlebensgroßen Denk- mals zu Ehren von König Friedrich August I. von Sachsen gehalten wird.19 Die vier Personi- fikationen der Frömmigkeit, Weisheit, Gerechtig- keit und Milde20 sind ein zugehöriges Ensemble. Die für die Aula ebenfalls in Gips ausgeführ- ten Standfiguren – im Entwurf der Staatlichen Museen Dresden in deutlich kleinerem Format im Verhältnis zur Sitzstatuette (vgl. Abb. 3)21 – sollten das Modell [des] Denkbildes in der Aula umgeben.22 Eine historische Aufnahme gibt das Ensemble im Augusteum nur mit zwei flankie- renden Figuren im Bild wieder (Abb. 2) und zeigt auf, dass das ursprünglich raumgreifende Denk- mal aus Sitzfigur mit Sockel und vergrößerten Personifikationen an die Wände gerückt werden musste. Das Ensemble knüpfte zweifellos an die noch zu Gottscheds Zeiten vorherrschende Praxis an, städtische Einrichtungen herrschaft- silvia schmitt-maass290 18 Anonym, Das Augusteum und dessen Übergabe an die Universität Leipzig am dritten August 1836, Leipzig 1836, S. 27. 19 Ebenda. 20 Ebenda. 21 E. Rietschel, Entwurf zu dem Denkmal für König Friedrich August I. (den Gerechten) von Sachsen, 1827/1831, Sitz- statuette, Gips (alle figürlichen Teile), Holz (die übrigen Teile), Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Skulpturen- sammlung. 22 Anonym, Das Augusteum (zit. Anm. 18), S. 28–29. Abb. 3: Ernst Rietschel, Entwurf zum Denkmal für König Friedrich August I. von Sachsen, 1827/1831, Gips (fig. Tei- le), Holz, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Open Access © 2018 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR
zurück zum  Buch Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa"
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Titel
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Herausgeber
Ingeborg Schemper-Sparholz
Martin Engel
Andrea Mayr
Julia Rüdiger
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
WIEN · KÖLN · WEIMAR
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20147-2
Abmessungen
18.5 x 26.0 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Scholars‘ monument, portrait sculpture, pantheon, hall of honour, university, Denkmal, Ehrenhalle, Memoria, Gelehrtenmemoria, Pantheon, Epitaph, Gelehrtenporträt, Büste, Historismus, Universität
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa