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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Neue Mobilitätskonzepte und autonomes Fahren: Potenziale der Veränderung192 Eigentümer bereitgestellt wird, der gleichzeitig Fahrer ist. Auch neuere Dienste wie Uber (www.uber.com) oder Lyft (www.lyft.com) weichen von diesem Prinzip nicht ab, sie bieten aber Taxi-ähnliche Dienste an und sind somit mit den klassischen Fahrgemeinschaften, die im Alltagsverkehr überwiegend aus einer festen Gruppe an Personen bestehen, nicht zu vergleichen. Die Vermutung liegt nahe, dass mit der Einführung von autonomen Fahr- zeugen diese Mitfahrdienste obsolet werden und sich hin zu Peer-to-Peer Carsharing ent- wickeln. 9.6.3 Verdichtung der Bedienungsmöglichkeiten mit öffentlichem Verkehr In Verbindung mit dem Thema Intermodalität sind die Möglichkeiten einer dichteren Be- dienung im öffentlichen Verkehr, auch in der Fläche, bereits weiter oben angesprochen worden (für den städtischen Raum s. Kap. 11). Diese aus dem Einsatz von autonomen Fahrzeugen resultierenden Vorteile gelten sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hin- sicht, d. h. sowohl für Räume an der Peripherie als auch für Randzeiten. Allerdings gilt auch hier – selbst unter Beachtung der Tatsache, dass Personalkosten für den Fahrer entfallen – eine wirtschaftliche Untergrenze, die sich aus der Nutzungsfrequenz ergibt. Das heißt auch, dass eine räumlich stark streuende Nutzung nur bis zu einem gewissen Umfang durch das Vorhalten einer größeren Flotte aufgefangen werden kann. In jedem Fall müssen sich auch die Investitions- und Betriebskosten für diese Fahrzeuge amortisieren. 9.7 Implementierung von neuen Mobilitätskonzepten mit autonomen Fahrzeugen Carsharing erregt derzeit nicht nur Aufsehen, weil neue Formen entwickelt werden, seine Sichtbarkeit deutlich zunimmt und die Zahl der Carsharing-Nutzer in den letzten beiden Jahren sprunghaft angewachsen ist, sondern auch, weil sich abzuzeichnen scheint, dass Carsharing, das in seiner kommerziellen oder von Vereinen getragenen Variante vom pri- vaten Autobesitz unabhängig ist, ein geeignetes Vehikel werden könnte, um neue Fahrzeug- technologien in den Markt einzuführen. Die Nutzer erhalten entsprechende Fahrzeuge über die Flotte ihres Anbieters und können sie – ohne Aufpreis gegenüber den herkömmlichen Fahrzeugen – ausprobieren. Tatsächlich geschieht dies derzeit im Umfeld von Elektromo- bilität, wo Unternehmen wie DriveNow und Car2Go, aber auch Citroën mit dem Multicity- Auto, Elektrofahrzeuge in ihre Carsharing-Flotte eingliedern. Seitens der Nutzer wird dies ausgesprochen positiv aufgenommen. Dazu berichten Projekte zum elektromobilen Car- sharing zweierlei: Zum einen gelingt es, die neue Technologie zügig für einen großen Teil der Carsharing-Nutzer bereitzustellen und damit auch ihre Nutzung zu initiieren. Zum anderen suchen viele Nutzer auch ganz gezielt die über das Carsharing gegebene Möglich- keit, die neue Technologie zu testen und zu nutzen ([13], S.15; [15], S.19).
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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