Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Technik
Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Seite - (000468) -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - (000468) - in Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte

Bild der Seite - (000468) -

Bild der Seite - (000468) - in Autonomes Fahren - Technische,  rechtliche und gesellschaftliche Aspekte

Text der Seite - (000468) -

45121.5 Freigabeherausforderung für das vollautomatisierte Fahren (Freigabefalle) Menschen überwacht, für das autonome System muss die Ausführung einer Aufgabe jedoch den Ansprüchen an die zu Beginn diskutierte Sicherheit genügen. 21.4.2 Vergleich der Bedingungen in der Luftfahrt, im Straßenverkehr und im Eisenbahnverkehr Neben dem Straßenverkehr existieren weitere Verkehrssysteme, bei denen die Automati- sierung der Bedienung Einzug gehalten hat. Inwieweit jedoch die Herausforderungen und Lösungen aus diesen Bereichen auf die Fahrzeugautomatisierung übertragbar sind, wird im Folgenden diskutiert. Die Automatisierung in der (zivilen) Luftfahrt liefert aktuell keine Beispiele der Voll- automatisierung. Auch wenn die Piloten nur äußerst selten tatsächlich der Flugaufgabe nachgehen, sind diese dennoch als Überwacher und Bediener vorhanden. Eine Übersicht über die Unterschiede der Verkehrssysteme findet sich in Tab. 21.1, die Weitzel et al. [9] und Ständer [19] entnommen wurde. Für die Absicherung ist diesbezüglich besonders das Sicherheitskonzept des Verkehrsablaufs von Interesse, denn hier zeigen sich die Unter- schiede zwischen Luftfahrt und Straßenverkehr. Die Luftfahrt operiert in einem gesetzlich abgeschlossenen Verkehrsraum, ein Kollisionswarnsystem ist verpflichtend und eine externe Überwachung des Betriebs ist durch die Flugsicherung vorhanden. Das Verkehrssystem der Eisenbahn bietet Beispiele der Vollautomatisierung: Beispiels- weise wird in Nürnberg eine automatisierte U-Bahn betrieben. Jedoch unterscheidet sich auch für dieses Verkehrssystem nach Tab. 21.1 besonders das Sicherheitskonzept des Ver- kehrsablaufs zwischen Straßenverkehr und Eisenbahn. Für den Bahnverkehr existiert ein gesetzlich abgeschlossener Verkehrsraum, zusätzlich wird mit Logiksystemen und einer externen Überwachung gearbeitet, um die Kollision von zwei Zügen zu vermeiden. Der Straßenverkehr als Mischbetrieb liefert die Bedingung des abgeschlossenen Ver- kehrsraumes und der externen Überwachung nicht. Diese Unterschiede zeigen, warum Lösungen für die Freigabe nicht direkt auf das autonome Fahren übertragen werden können. Mit diesem Vergleich soll nicht ausgeschlossen werden, dass sämtliche Lösungen aus der Luftfahrt und dem Eisenbahnverkehr für den Straßenverkehr uninteressant sind. Sicher- lich existieren ähnliche Problemstellungen wie beispielsweise die Zuverlässigkeit von sicherheitsrelevanten Komponenten. 21.5 Freigabeherausforderung für das vollautomatisierte Fahren (Freigabefalle) Wie dargestellt wurde, unterscheidet sich die Funktion des autonomen Fahrens als Test- objekt grundlegend von den aktuellen Straßenfahrzeugen, aber auch von Bewegungs- mitteln im Luft- und Eisenbahnverkehr. Deshalb wird nun ermittelt, welche Aussagekraft die vorgestellten aktuellen Testkonzepte übertragen auf das autonome Fahren besitzen
zurück zum  Buch Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte"
Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Autonomes Fahren