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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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51724.2 Zusätzliche durch autonomes Fahren gesammelte und verarbeitete Daten 2. Gibt es bestimmte Arten von Daten, die spezielle Hindernisse hervorrufen (s. Abschn. 24.3)? 3. Was ist aus der Perspektive des Datenschutzes zu berücksichtigen (Abschn. 24.4)? 4. Was ist bei der Gestaltung von Architekturen zu berücksichtigen, um schwerwiegende oder gar unlösbare Datenschutzprobleme zu vermeiden (Abschn. 24.5)? 5. Was muss auf lange Sicht hin bedacht werden (Abschn. 24.6)? Diese Fragen werden, so weit wie möglich, anhand der Use-Cases diskutiert, die in Kap. 2 eingeführt wurden. Abschnitt 24.7 schließt dieses Kapitel ab. 24.2 Zusätzliche durch autonomes Fahren gesammelte und verarbeitete Daten Zur Beurteilung von Chancen und Risiken, die mit der Sammlung und Verarbeitung zusätz- licher Daten verbunden sind, ist es hilfreich, diese Daten zu identifizieren. Dies geschieht entlang der vier Use-Cases (s. Kap. 2). Zuvor wird jedoch ein kurzer Überblick über die Daten gegeben, die bereits in einem nicht-autonom fahrenden Auto gesammelt oder ver- arbeitet werden können. 24.2.1 Gesammelte und möglicherweise übermittelte persönliche Daten in heutigen vernetzten Autos Obwohl sich die Analyse in den übrigen Teilen dieses Abschnitts auf „neue“ oder zusätzlich erhobene Daten konzentriert, muss zunächst erwähnt werden, dass auch heutzutage schon viele Arten sensitiver persönlicher Daten in Autos gesammelt und übertragen werden. Beispiele hierfür sind: ‡ Alle Arten von Standort- und Navigationsdaten: Typische Beispiele sind Reiseziele, -zeiten und -gewohnheiten („jedes Wochenende nach Stuttgart“) sowie Vorlieben bei der Routenplanung (landschaftlich schön versus schnell versus umweltfreundlich versus am Rande der Legalität). Insbesondere wenn ein Auto durch Systeme zur Einsatzdisposition, Diebstahlvermeidung, Autoversicherung oder Mautberechnung überwacht wird, werden Informationen über Aufenthaltsorte gesammelt und in vielen Fällen an die entsprechenden zentralen Stellen übertragen. Einige dieser Systeme speichern Daten aufgrund ihrer Sensitivität dezentral, andere hingegen jedoch nicht. Ein Beispiel, das kürzlich sehr bekannt wurde, ist das neue europäische eCall-System [3], [4], [5], das automatisch aktiviert wird, wenn Sensoren im Auto einen schweren Unfall feststellen. Einmal ausgelöst wählt das System automatisch die europäische Notfallnummer 112, baut eine telefonische Verbindung zu einer Notfallzentrale auf und sendet detaillierte Informationen über den Unfall an Rettungsdienste. Die
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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