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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Vom (Mit-)Fahren: autonomes Fahren und Autonutzung700 zwei unterschiedliche Szenarien – einmal zum „Vollautomaten mit Verfügbarkeitsfahrer“ und einmal zum „Vehicle-on-Demand“, zu denen pro Gruppe jeweils eines vorgelegt und im Rahmen einer gruppengestützten Introspektion verwendet wurde. Ziel einer solchen Introspektion ist es, Prozesse der „inneren Beobachtung“ explizit zu machen, also die Konzentration und Aufmerksamkeit bewusst auf innere Vorgänge zu lenken ([52], S. 493). Unter Leitung einer Forschungsperson befassen sich Teilnehmende einer Gruppe mit dem jeweiligen Forschungsgegenstand, dokumentieren dabei unabhängig voneinander ihre in- neren Prozesse und Erlebnisse und teilen anschließend die durch Selbstbeobachtung ge- wonnenen Erfahrungen mit der Gruppe, ohne dass Wertungen und Kommentare vorgenom- men werden. In einem zweiten Durchlauf können die teilnehmenden Personen – durch die gehörten Erlebnisse zu weiteren Ausführungen animiert – ihre Berichte ergänzen. Zusam- men mit dem Szenario erhielten die Teilnehmenden folgende Aufforderung: Sie erhalten nun eine kurze Szenario-Beschreibung zum Autoverkehr der Zukunft – also eine kleine Geschichte zum Thema, wie das Autofahren von morgen aussehen könnte. Bitte lesen Sie sich die Geschichte durch. Versuchen Sie, sich in das Gelesene hineinzuversetzen und denken Sie an Ihre Gefühle, Fantasien und Empfindungen – seien Sie offen für alles, was während der Auseinandersetzung mit dem Thema in Ihnen vorgeht! Bitte machen Sie sich Notizen zu Ihrem Erleben. Die Notizen wurden als sogenannter „Introspektionsbericht“ anschließend von den Teil- nehmenden jeweils reihum vorgetragen. Die Berichte wurden später transkribiert und mit- tels Qualitativer Heuristik ausgewertet. Anders als die oftmals unbewusst ablaufenden Alltagsentdeckungsverfahren ist die Qualitative Heuristik „regelgeleitet und mit einer Methodologie versehen“ und als systematisiertes und intersubjektiv nachvollziehbares Such- und Findeverfahren ausgestaltet ([53], S. 226). Der Methode liegen vier Regeln zugrunde: 1. Offenheit der Forschungsperson/ des Subjekts, 2. Offenheit des Forschungsgegenstandes/ des Objekts, 3. maximale strukturelle Variation der Perspektiven, 4. Analyse auf Gemeinsamkeiten. Darüber hinaus wendet die Qualitative Heuristik das sogenannte Dialogprinzip an: An einen Gegenstand (in der Untersuchung die transkribierten Introspektionsberichte) werden Fragen gestellt, auf die dieser „Antworten“ gibt – danach werden, aus einer anderen Perspektive bzw. einem weiteren Blickwinkel, neue Fragen gestellt etc. Forschungsgegen- stand und Forschungsperson stehen somit in enger dialogischer Verbindung, und auch die strenge Zweiteilung zwischen (Forschungs-)Subjekt und (Forschungs-)Objekt wird auf diese Weise aufgeweicht. Im Anschluss an die Erstellung des Introspektionsberichtes wurde die offene Gruppen- diskussion gestartet, die sich an impliziten Handlungsmustern (vgl. [54]) zu Autonutzung
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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