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Bildspuren – Sprachspuren - Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
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Linguistic Landscapes auf Postkarten | 59 Abb. 4: Poststempel aus dem Gebiet der Untersteiermark/Spodnja Štajerska mit deutschen und zweisprachigen Ortsnamen Quelle: Sammlung POLOS All diese Aspekte können, mit den Begrifflichkeiten der LL-Debatte, dem Pol staatlich bzw. behördlich autorisierter Zeichen zugeordnet werden und sind dem- nach durchaus relevant im Sinn einer offiziellen Sprachpolitik. Dabei kommt Mehrsprachigkeit ein gewisses Maß an Sichtbarkeit zu, auch wenn sie symbolisch untergeordnet bleibt: mit der systematischen Hierarchisierung des Deutschen ge- genüber dem Slowenischen auf Korrespondenzkarten, mit der ausschließlichen Verwendung des Deutschen auf Briefmarken, beziehungsweise mit der nur parti- ellen Anerkennung slowenischer Ortsnamen auf Poststempeln. Festzustellen bleibt aber, dass postalische Strukturen jedenfalls eine wenn auch untergeordnete Sichtbarkeit des Slowenischen auf staatsnahen Sprachzeichen ermöglichten. So ließe sich insbesondere auf der Ebene der Poststempel zeigen, dass zweisprachige Setzungen bis zum Ersten Weltkrieg häufiger wurden – und damit das Sloweni- sche neben dem Deutschen sichtbarer machten als zuvor. ‚Private signs‘ auf Postkarten – und der Versuch ihrer kritischen Hinterfragung Im Gegensatz zu den postalischen Strukturen unterlag die Postkartenindustrie grundsätzlich keiner behördlichen Steuerung, was die verwendete Sprache an- langte.40 Für die Habsburger Monarchie wurde die Produktion von Postkarten mit 40 Es gab zwar klare staatliche Vorgaben, was die Ausgestaltung der Adress-Seite nach bestimmten Kriterien betraf, darunter auch das Verbot von Aufdrucken „politisch-de- monstrativen Charakters“ (vgl. den Beitrag von Theodor Domej in diesem Band). Die Verwendung der Sprachen hingegen war nicht reglementiert.
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Bildspuren – Sprachspuren Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Titel
Bildspuren – Sprachspuren
Untertitel
Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Autoren
Karin Almasy
Heinrich Pfandl
Herausgeber
Eva Tropper
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-4998-1
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Postkarte, Mehrsprachigkeit, Habsburger Monarchie, Alltagsgeschichte, Kurznachrichtenträger, Alltagskommunikation, Fotografie, Untersteiermark, Mikrogeschichte, Eisenbahn, Tourismus
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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