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Bildspuren – Sprachspuren - Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
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Seite - 146 - in Bildspuren – Sprachspuren - Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie

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146 | Heinrich Pfandl Abb. 5: Ljubljana-Laibach, Verlag Fr. Iglič Ljubljana/Laibach, gelaufen 1905 Quelle: Sammlung Pfandl (01510) Wir sehen auf der Bildseite elf Stadtmotive, die durchgehend zweisprachig slowe- nisch-deutsch beschriftet sind und offensichtlich einen Bildkanon repräsentieren, den auch der Verleger für repräsentativ hielt. In der Mitte ist, offensichtlich noch ein Erbe aus der Zeit vor 1905, eine stattliche Fläche für eine individuelle Mittei- lung vorgesehen, welche der Schreiber jedoch kaum nützt, da er den Großteil sei- nes handschriftlichen Grußtextes bereits nach dem neuen Erlass von 1904 bezüg- lich der Trennung der Adressseite in die linke Hälfte ebendieser eingetragen hat. Die Aufschriften unter den Bildern sind in Blockbuchstaben gehalten, was sie angesichts des Platzmangels wohl etwas leichter lesbar machen sollte. Das Theater heißt hier noch „Gledišče“ (statt, wie ab ca. 1900 und wie heute, gledališče, beides Bildungen zum Verb gledati ‚schauen‘), in der deutschen Entsprechung TEATER fehlt der Buchstabe h. In der slowenischen Entsprechung des Kaiser-Josef-Platzes wird, wie vor 1918 häufig, die deutsche Wortstellung übernommen (hier: „Cesarja Jožefa trg“ statt slow. Trg Cesarja Jožefa; vgl. diesen Calque-Typus auch auf an- deren Karten „Marije Terezije Cesta“ ‚Marie-Theresien-Straße‘, „Franc-Jožefa ju- bilejni most“ ‚Franz-Josef-Jubiläumsbrücke‘ – sic auf den Postkarten). Auffällig ist die vermeintliche Notwendigkeit, im Sinne der durchgehenden Zweisprachig- keit auch auf dieser Karte, wie in Abb. 4, ein Gebäude zweisprachig auszuweisen, dessen Namen auf den slowenischen Postkarten der Untersteiermark dieser Zeit
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Bildspuren – Sprachspuren Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Titel
Bildspuren – Sprachspuren
Untertitel
Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Autoren
Karin Almasy
Heinrich Pfandl
Herausgeber
Eva Tropper
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-4998-1
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Postkarte, Mehrsprachigkeit, Habsburger Monarchie, Alltagsgeschichte, Kurznachrichtenträger, Alltagskommunikation, Fotografie, Untersteiermark, Mikrogeschichte, Eisenbahn, Tourismus
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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