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Umwelt- und Bioressourcenmanagement für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung
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132 4 Ökosysteme, Landnutzung & Biodiversität gesetzt?), (2) Funktion (unterschiedliche ökologische Rollen und Prozesse, die Orga- nismen einnehmen bzw. verursachen können) und (3) Struktur (Unterschiede, die nicht innerhalb von Einheiten, sondern zwischen den Einheiten bestehen). Diese drei Aspekte können auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet werden: beispielsweise innerhalb einer Art (Diversität der Individuen oder Genotypen) oder innerhalb von Gesellschaften (z.B. Diversität der Arten in einer Artengruppe). Mehrere Gesellschaften bilden wiederum ein Ökosystem, verschiedene Ökosysteme formen Großlebensräume, sogenannte Biome. Abbildung 4.4.1 zeigt die drei Aspekte der Biodiversität in den unterschiedlichen Ebenen. 4.4.2 Artenzahlen Derzeit sind ca. 1,5 Mio. Arten beschrieben, d.h., sie wurden von Expertinnen und Experten als homogene Gruppe erkannt und von anderen, ähnlichen Gruppen abgegrenzt. Eine Art wird meist als Gruppe von Individuen definiert, die sich nur untereinander fortpflanzen können, aber nicht mit Angehörigen anderer Gruppen (biologisches Artkonzept). Regelmäßig werden neue Arten entdeckt, und es stellt sich die Frage, wie viele Arten es tatsächlich gibt. Derzeit gehen wir von ca. 8 Mio. Arten aus, davon ungefähr 1 Mio. Pflanzen und Pilze (Mora et al. 2011; Stork 2018), wovon ca. 18% beschrieben sind. Die besser bekannten Gruppen wie Säugetiere oder Vögel mit ca. 4.400 bzw. 10.000 Arten sind wahrscheinlich sehr genau erfasst. Andere Artengruppen wie die Zweiflügler (Fliegen und Mücken) sind viel weniger detailliert beschrieben. Nur wenige Expertinnen und Experten befassen sich mit den kleinen, un- scheinbaren Arten, die sich morphologisch nur schwer einteilen lassen (Stork 2018). Da wir die Biodiversität eines Areales meist als die dort vorkommende Anzahl der Arten darstellen, sehen wir eine Änderung der Biodiversität meist als eine veränderte Artenzu- sammensetzung an. Dies ist allerdings vereinfachend. Wesentliche ökologische Effekte sind auch von der absoluten Individuenanzahl der einzelnen Arten und vom Verhält- nis dieser Zahlen zueinander bestimmt. All diese Faktoren führen dazu, dass Systeme mit hoher Biodiversität andere Eigenschaften haben als solche mit geringer Diversität. 4.4.3 Rückgang der Biodiversität Biodiversität wird durch die menschliche Landnutzung maßgeblich beeinträchtigt. Dies kann auf verschiedene Weise erfolgen: durch direkte Nutzung von Organismen oder deren Entnahme aus der Natur, aber auch durch Beeinflussung der Lebensum- stände von Lebewesen, beispielswiese weil der Mensch mit anderen Arten um Res- sourcen konkurriert oder weil er deren Lebensräume in nutzbare Produktionsflächen
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Umwelt- und Bioressourcenmanagement für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung
Titel
Umwelt- und Bioressourcenmanagement für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung
Autoren
Erwin Schmid
Tobias Pröll
Verlag
Springer Spektrum
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 4.0
ISBN
978-3-662-60435-9
Abmessungen
17.3 x 24.6 cm
Seiten
288
Schlagwörter
Umweltmanagement, Bioressourcen, Nachhaltigkeit, Sustainability, Universität für Bodenkultur
Kategorien
Naturwissenschaften Umwelt und Klima
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