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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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I. Protozoen, Coelenteraten, Echinodermen,Würmer. Bearbeitet von L. y. Grraff (Turbellarien, Myzostomiden), R. v. Leiuleiifehl (Spongien), E. T. Marenzeller. Auf diesem weiten, so verschiedene Stämme des Thierreiclies umfassenden Gebiete hat die Untersuchung des Baues und der Entwicklungsgeschichte in Rücksicht auf die verwandtschaftlichen Beziehungen der Formen zueinander die schönsten Früchte gezeitigt. Der Zoologe, welcher sie einheimst, gleichviel ob er sie selbst gezogen oder ein anderer, um sie für systematische Zwecke zu verarbeiten, steht auf dem Boden wo sie entstanden sind, und sein System zeigt diesen Zusammenhang. Bei der Besprechung von systematischen Leistun- gen in grösserem Stile und fortschrittlichem Sinne sind daher Wiederholungen aus dem morphologisch-physiologischen Capitel unvermeidlich. Aber noch eine Erwägung anderer Art drängt in gewissen Fällen zu verbinden, was die Arbeitstheilung in diesem Buche zerriss. Es haben sich innerhalb der zu be- trachtenden Zeitperiode ausgezeichnete Kräfte in Oesterreich der Pflege ein- zelner einschlägigen Zweige des Thierreiches zugewandt, und ihre Arbeiten sind für diese von fundamentaler Bedeutung geworden. Um sie sammelten sich andere. Solche Zweige sind die Infusorien, Spongien, Turbellarien, Myzo- stomiden. Wenn wir nun sehen, dass diese Leistungen als wichtige, hervor- ragende Marksteine auftreten nicht allein der Bestrebungen in Oesterreich auf dem hier zu behandelnden Gebiete, sondern, und dies ist noch bedeutungs- voller, für das gesammte Wissen über die betreifende Thiergruppe, dann muss gerade bei einer Gelegenheit wie die gegenwärtige dieser Charakter deutlich zum Ausdrucke gelangen. Marksteine dürfen nicht in einem unkenntlichen, weil verstümmelten Bilde vorgeführt werden. Sie müssen freistehen, um auf- zufallen. Diesem Grundsatze ist nachstehend bei der Besprechung der Arbeiten über Spongien, Turbellarien und Myzostomiden Rechnung getragen worden. Selbst weniger wesentliche Arbeiten wurden angegliedert, um die ganze Be- wegung auf diesen Gebieten zu kennzeichnen. Auf dem Wege, auf dem die Systematik immer höherer Vollkommenheit zustrebt, begegnet man häufig verfallenen Bauten, aus deren Trümmern man noch die Ursachen ihrer Hinfälligkeit erkennen kann. Von dem Glänze, dessen sie sich einst erfreuten, ist jede Spur dahin. Doch meist sind noch die Bau- steine gut brauchbar, und schon findet man sie in manchem Neubau verwendet. Solchen überflügelten systematischen Arbeiten wird in dem Abschnitte über die Kenntnis der Arten und ihre Verbreitung (Faunen) ein Platz eingeräumt werden.
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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