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Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
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che Tätigkeit auf den Stationen ist grundsätzlich geprägt von einem en- gen Kontakt und Austausch mit dem Personal. Diese bereits gelegten Spuren waren für mich sehr hilfreich und ich erlebte sie als großen Vorteil, gerade in diesen Zeiten. […] Außerdem bin ich der Meinung, dass Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger grundsätzlich in en- gem Kontakt mit den Entscheidungsträgern der jeweiligen Stationen, Abteilungen, Einrichtungen sein sollen. Sie sollten sich allerdings nicht nur von Meinungen dieser abhängig machen, sondern durchaus selbst- bewusst ihr Dasein und Tun zeigen. Hier braucht es eine bewusste Hal- tung und Meinung und allem voran ein Selbstbewusstsein, das keine Zweifel daran lässt, dass professionelle Krankenhausseelsorge eine wichtige Ressource, wie vorhin bereits ausgeführt, für das gesamte Sys- tem Krankenhaus sein kann.“ Die alltägliche Arbeit auf dem Stations- betrieb, die Bekanntheit mit den Mitarbeiter*innen und bewährte Er- fahrungen in der Zusammenarbeit mit Seelsorger*innen waren ein ent- scheidendes Kriterium dafür, dass Seelsorger*innen kommen durften. Es gab auch die Erfahrung, dass Stationsleitungen selbst initiativ Seel- sorger*innen angerufen und gebeten haben, ihren Dienst trotz Be- suchsverbots aufzunehmen. • Frage der Ressourcen: Der Knappheit an Schutzausrüstung war es teilwei- se geschuldet, Seelsorge vor allem in kleineren Krankenhäusern nur in Ausnahmesituationen zuzulassen. Gleichzeitig zeigt sich, dass andere Menschen in den Blickpunkt seelsorgli- cher Aufmerksamkeit gekommen sind: Angehörige, denen eine Verab- schiedung oft nicht möglich war; Mitarbeiter*innen des Krankenhauses, die dafür zu sensibilisieren waren, selbst in religiösen Fragen und Hand- lungen kompetent zu werden15; das stark herausgeforderte medizinische Personal; die Reinigungskräfte; Mitarbeiter*innen im Homeoffice; schließ- lich das Küchenpersonal. So gab es trotz allem viel zu tun. Nach einem ers- ten Break der gewohnten Arbeitsabläufe und Rahmenbedingungen wurde hin-gehört und hin-geschaut, und die Praxis der Seelsorge hat sich verän- dert. 15 Der Praxisbericht von P7 streicht im Besonderen die Bedeutung der religiösen Kompetenz des Personals u.  a. hervor. Maria Berghofer, Sabine Petritsch, Detlef Schwarz 290 https://doi.org/10.5771/9783748910589, am 02.10.2020, 10:33:08 Open Access - - https://www.nomos-elibrary.de/agb
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Die Corona-Pandemie Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Titel
Die Corona-Pandemie
Untertitel
Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Autoren
Wolfgang Kröll
Johann Platzer
Hans-Walter Ruckenbauer
Herausgeber
Walter Schaupp
Verlag
Nomos Verlagsgesellschaft
Ort
Baden-Baden
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7489-1058-9
Abmessungen
15.3 x 22.7 cm
Seiten
448
Schlagwörter
Philosophie, Theologie, Gesellschaft, Gesundheitssystem, Biopolitik, Menschenwürde, Bioethik, Intensivmedizin, Gesundheitsethik, Covid-19, Triage, Ethik, Strafrecht und Grundrechte, Krankenhausseelsorge, Spiritual Care, Pflegeheim, Social Distancing
Kategorien
Coronavirus
Medizin
Recht und Politik
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