Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Coronavirus
Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Seite - 434 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 434 - in Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise

Bild der Seite - 434 -

Bild der Seite - 434 - in Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise

Text der Seite - 434 -

Platzer: Hat es hinsichtlich dieser Besuchsmöglichkeiten bestimmte Emp- fehlungen oder Richtlinien gegeben? Derler: Dafür hat es Richtlinien vom Bund, dem Hospizverein und dem Land Steiermark mit empfohlenen Maßnahmen gege- ben; nach diesen sind wir vorgegangen. Ich habe die Auf- rechterhaltung der Besuchsmöglichkeiten in diesem Kon- text als sehr gut und sinnvoll erlebt. Von Angehörigen habe ich gehört, dass dies in Krankenhäusern nicht möglich war. Platzer: Wie verlief in dieser Zeit eigentlich die Kommunikation mit den Angehörigen? Pichler: Die Kommunikation mit den Angehörigen verlief primär über Telefon und E-Mail. Wir versuchten da immer umge- hend transparent zu informieren. Als z.  B. die erste Patien- tin positiv getestet wurde, haben wir alle Angehörigen so- fort darüber informiert. Soweit es möglich und erlaubt war, haben wir zwischendurch auch ein Besucherfenster instal- liert. Platzer: Und wie konnten die BewohnerInnen mit ihren Angehörigen Kontakt aufnehmen? Derler: Die neuen technischen Kommunikationsmittel, wie zum Beispiel Videotelefonie, haben dabei eine ganz wichtige Rolle gespielt. Wir haben relativ schnell ein Tablet gekauft und so neue Kontaktmöglichkeiten geschaffen. Für Men- schen mit Demenz waren Videotelefonate natürlich auch ir- ritierend. Manche drehten sich weg, andere wiederum er- schraken bzw. waren perplex, als sich ein vermeintliches „Foto“ einer Angehörigen plötzlich zu bewegen begann. Da gab es viele amüsante, aber auch rührende Szenen. Für viele war doch wieder das Telefon das geeignetere Kommunikati- onsmittel. Platzer: Was waren für die Angehörigen die größten Herausforderungen? Pichler: Die größte Herausforderung war natürlich der fehlende physische Kontakt mit den BewohnerInnen. Ganz beson- ders schlimm war es da für einige getrennte Ehepaare. Und manchen Angehörigen hat auch der plötzliche „Kontroll- verlust“ zu schaffen gemacht. Platzer: Was meinen Sie damit? Barbara Derler und Brigitte Pichler – befragt von Johann Platzer 434 https://doi.org/10.5771/9783748910589, am 02.10.2020, 10:33:08 Open Access - - https://www.nomos-elibrary.de/agb
zurück zum  Buch Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise"
Die Corona-Pandemie Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Titel
Die Corona-Pandemie
Untertitel
Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Autoren
Wolfgang Kröll
Johann Platzer
Hans-Walter Ruckenbauer
Herausgeber
Walter Schaupp
Verlag
Nomos Verlagsgesellschaft
Ort
Baden-Baden
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7489-1058-9
Abmessungen
15.3 x 22.7 cm
Seiten
448
Schlagwörter
Philosophie, Theologie, Gesellschaft, Gesundheitssystem, Biopolitik, Menschenwürde, Bioethik, Intensivmedizin, Gesundheitsethik, Covid-19, Triage, Ethik, Strafrecht und Grundrechte, Krankenhausseelsorge, Spiritual Care, Pflegeheim, Social Distancing
Kategorien
Coronavirus
Medizin
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Corona-Pandemie