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Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
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Geschosswohnungsbau im Ständestaat | 97 Die privaten Projekte erreichten ihre Spitzen im XIII. Bezirk mit 15 Ansuchen, im XIX. Bezirk mit zehn Ansuchen und im XVI. Bezirk mit 16 Ansuchen. Bis auf drei Projekte im III. und VI. Bezirk lagen die angesuchten Bauten alle in den äußeren Bezirken. Es ist ebenfalls ersichtlich, dass von den insgesamt 39 Projekten (mit Einbeziehung der Mehr- fachnennungen) nur 502 Wohnungen angesucht wurden. Auch Ein- und Zweifamilien- häuser waren darunter. Im bundesweiten Vergleich lag die Stadt Wien immer ca. bei einem Drittel oder gar der Hälfte der gesamten Ansuchen.337 Ein statistischer Zwischenbericht bis 30. September 1937 der 7. Sitzung des WlWFG-Beirates veranschaulicht die genauere Verteilung der Ansuchen. Mit 837 geplanten Wohnungen war Wien vor allen anderen Bundesländern mit bundesweit insgesamt 1.393 Wohnungen eindeutig führend.338 Davon sollten rund 596 städtische Wohnungen in zwölf Häusern mit einer jährlichen Gesamtförderungssumme von öS 5.364.000 unterstützt werden.339 Antragsteller mit den bundesweit meisten Ansu- chen bis Ende 1937 war demnach die Gemeinde Wien, nicht zuletzt durch die Selbstfi- nanzierung mittels der gemeindeeigenen Zentralsparkasse der Stadt Wien. Durch das Kleinwohnungshausförderungsgesetz wurden bis Ende 1937 in Wien, laut Sta- tistik des Magistrates, insgesamt 1.255 Kleinwohnungen in sieben Flachbauten (Ein- und Zweifamilienhäuser) und 58 Hochbauten gefördert. Davon entfielen 16 Häuser auf die Gemeinde Wien, 48 auf private BauwerberInnen und ein Haus auf eine Genossenschaft. Der finanzielle Aufwand für die Bautätigkeit belief sich auf öS 17.226.279.340 Ab 1938 sollte mittels Bundesgesetz über die Förderung der Errichtung von Wohnhäusern die Errichtung von insgesamt 4.910 Wohnungen bis Ende des Jahres bewerkstelligt werden.341 Die Angleichung der Bundesgesetze an die des Wiener Assanierungsfonds wurde schon im Juni 1937 durch einen Antrag der Grazer Stadtverwaltung im Bundestag ange- dacht. Die Bestimmungen des Assanierungsfonds bezüglich der Freimachung von Abris- sobjekten durch Kündigung der Mieterparteien sollte bundesweit übernommen werden. Die gesetzliche Grundlage, MieterInnen nur dann kündigen zu können, wenn der gesamte Neubau eine größere Wohnfläche aufweist als der Altbau, sollte dabei um ein Vielfaches erweitert werden. Damit wurde sukzessive der Mieterschutz abgebaut, wenn er dem öffentlichen Interesse entgegenstand.342 Zusätzlich forcierte das autoritäre Regime die 337 Dokumente: Beirat nach KlWFG – 1. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 2. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 3. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 4. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 7. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 8. Übersicht, in: AdR BMfsV 1, 7. BWSA, Schachtel: 3402, Mappe: Allgemein. 338 Dokument: Statistik der bis 30. September 1937 bewilligten Ansuchen mit Uebernahme der Ausfallbürgschaft nach dem KlWFG (BGBl. Nr. 74/37) 1937, in: AdR BMfsV 1, 7. BWSA, Schachtel: 3402, Mappe: Allgemein. 339 Aus der Wiener Gemeindestube – Stadtrandsiedlung und Assanierungsbauten, in: Österreichische Bauzeitung, 2. Jg. Wien, November 1937, Nr. 42, S. 508. 340 Magistrat Wien, Anfrage betreffend den Zuwachs an Wohnungen in Wien in den Jahren 1918/37, in: AdR BMfsV 1, 7. BWSA, Schachtel: 3255, GZ 12.156/38. 341 Amtsblatt der bundesunmittelbaren Stadt Wien, Jg. 45, Nr. 52, 18. Dezember 1937, S. 3. 342 Vorlage der Bundesregierung (Entwurf). Bundesgesetz womit die §§ 19 und 43 des Mietengesetzes ergänzt werden,
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Das Schwarze Wien Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Titel
Das Schwarze Wien
Untertitel
Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Autor
Andreas Suttner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien - Köln - Weimar
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20292-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
296
Kategorien
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