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Vor 1918
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur - 1618–1918
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48 Sektion I: Themen und Medien der Repräsentation / welchem der unstreittige Vorzug / vor andern Kaisern und Königen so gewiß / als der Sonne vor den Sternen / gebühret. Denen allen und jeden aber / geht darnach die Kaiserliche Lust-Gärten / um so viel für / um wieviel Seine Kaiser- liche Majestät / an Hoheit und Macht / alle seine gewaltige und höchst-ansehn- liche Ministres / übertrifft. Durch ein einziges Exempel die Wahrheit meines Auspruchs zu bekräfftigen / lege ich dem verständigen Leser / einen Abriß vor Augen / von dem Kaiserlichen Schloß und Garten zu Schönbrunn […].“ Konsequenterweise wird Schönbrunn dann als erster Gartenpalast in Bild und Text vorgestellt: „Den allervörderisten Platz eigne ich höchst-billig / dem in der Vorrede von mir höchst-gepriesenen Kaiserlichen Lust-Schloß Schönbrunn zu / dessen herr- liches Schloß / und über alle Massen künstlich-angelegter Garten / würdig ist / daß das höchste Haupt der Welt / darinnen zu Seiten sein Vegnügen suche. […] Den Ruhm eines so vortrefflich-aufgeführten Gebäudes / trägt (S.T.) Herr Johann Bernhard Fischer von Erlach / […]. Was noch an diesem Kaiserlichen Lust-Schloß und Garten anzubauen ist / das soll unter der glücklichen Regie- rung unsers jetzigen allertheuersten Kaisers […] nächstens seine Perfection zu hoffen haben.“41 Eine formal gleichartige Darstellung des Josefsbrunnens wie bei Rinck, aber mit an- derer Bildlegende wurde 1718 im 17. Band des Theatrum Europaeum veröffentlicht (Abb. 5), der den Jahren 1704 bis 1706 gewidmet war. Das 1702 von Leopold I. gelobte Monument existierte damals noch immer in der provisorischen Form eines Holzmodells von 1706.42 Der Text berichtete kurz von der Einweihungsfeier und zi- tierte die kaiserliche Widmungsinschrift.43 Ausgangspunkt beider Darstellungen war die großformatige (68,5 x 37,0 cm) offizielle Radierung von Christian Engelbrecht und Johann August Pfeffel, die wohl noch 1706 mit kaiserlichem Privileg entstan- den ist, wie aus der Inschrift hervorgeht: „Abbildung der auß Verlobnuß weil. Ihrer Maj. Leopoldi des Ersten höchstseeligen Angedenckens und allergnädigsten Befehl Ihrer anjetzo Glorwürdigst regierenden Kays. Maj. Josephi des Ersten […] prächtig aufgerichteten Ehren-Saul“.44 1713 bzw. 1719 wurde das vorläufige Denkmal auch bei der Platzansicht von Fischer jun. und Delsenbach in den Wiennerischen Prospecten prominent in Szene gesetzt.45
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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur 1618–1918
Representing the Habsburg-Lorraine Dynasty in Music, Visual Media and Architecture
Titel
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
Untertitel
1618–1918
Herausgeber
Werner Telesko
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20507-4
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
448
Kategorien
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