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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur - 1618–1918
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314 Sektion IV: Zeremonielle Räume und die „Öffentlichkeiten“ • Untersuchungsrelevant sind insgesamt 43 Messvertonungen. • Sowohl aus dem Bestand der Wiener Hofmusikkapelle als auch in diverser klöster- licher Überlieferung sind 17 Messvertonungen erhalten. • Aus dem Bestand der Wiener Hofmusikkapelle, aber nicht in klösterlicher Über- lieferung sind 11 Messvertonungen (K 3, K 5, K 9, K 10, K 21, K 24, K 29, K 33, K 34, K 40, K 47) erhalten (sie fehlen dementsprechend in der Tabelle). • Umgekehrt, in klösterlicher Überlieferung, aber nicht im Bestand der Wiener Hofmusikkapelle sind 26 Messvertonungen (K 1, K 4, K 11, K 13, K 19, K 22, K 25=50, K 27, K 32, K 36, K 38, K 39, K 43, K 46, K 49, L 6, L 7, L 19, E 1, E 2, E 3, E 4, E 5, E 12, E 113, Z 4) erhalten. • Von den am häufigsten, nämlich viermal überlieferten Messen (K 14, K 25=50, K 28 und K 32) sind nur zwei (K 14 und K 28), also die Hälfte auch im Bestand der Wiener Hofmusikkapelle vorhanden. • Dreimal überliefert werden drei (K 16, K 23 und K 37, bei der es sich um eine Fehlzuschreibung handelt), zweimal 17 Messen, nur einmal sind 19 Messen über- liefert. • Damit handelt es sich in nahezu der Hälfte aller Fälle (in 19 von 43) um eine sin- guläre Überlieferung, worunter sich andererseits keine einzige der im Bestand der Wiener Hofmusikkapelle erhaltenen Kompositionen befindet. • Daraus lässt sich schließen: Es gab eine, wenn auch geringe Distribution aus dem Bestand der Wiener Hofmusikkapelle, die zwar offenkundig viele dort vorhandene Fuxsche Messvertonungen betraf, allerdings immer nur vereinzelt stattfand. • Ferner ist abzulesen, dass der Austausch von Notenmaterial innerhalb des monas- tischen Bereichs weit weniger intensiv geschah, als man vermuten möchte. • Dass es sich bei einer Reihe von Werküberlieferungen in klösterlichen Musikar- chiven um Unikate handelt, deutet im Weiteren sowohl auf zahlreiche Auftragsar- beiten Fux’, nährt jedoch zugleich den Verdacht von Fehlzuschreibungen (der sich aber kaum je erhärten bzw. entkräften lässt). • Jedenfalls: Die These, dass die Überlieferung der Messvertonungen von Fux den Spiegel eines dynastisch geprägten systemlich motivierten Denkens böte, greift nicht.
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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur 1618–1918
Representing the Habsburg-Lorraine Dynasty in Music, Visual Media and Architecture
Titel
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
Untertitel
1618–1918
Herausgeber
Werner Telesko
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20507-4
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
448
Kategorien
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