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Oder: Man streut die rohen Aepfel nudelartig geschnitten, mit obigen
Beigaben gemischt, auf den Teig, und bedeckt sie dann mit Teig, oder macht
ein Gitter darüber, oder rollt ihn strudelartig schmal, doch darf der Teig nur
wo er sich schließt, dreifach zu liegen kommen, und legt ihn langaus, auf der
offenen Seite aus das Blech. Mit Ei bestrichen und Zucker bestreut backen.
Aepfel im Schlafrocke.
Kleine Taft- oder Maschanzger-Aepftl, denen man das Kernhaus ausge-
stochen, gibt man in, mit wenig Wasser gekochten Zucker, um sie zu glaciren und
nicht zu weich zu kochen. In dem bleibenden Zucker zerkocht man zu Spalten
geschnittene Acpfel, passirt sie nnd mischt, wenn mau will, etwas Marillensalse
dazu und füllt damit die Aepfel, nachdem man sie auf viereckige Fleckchen von
Buttertciq gestellt hat. Die Ecken bestreicht man mit Ei und drückt die entge-
gengesetzten zusammen. Wenn die Flächen des Teiges mit Ei bestrichen sind,
Verziert man sie mit Streifen vom Teige und bäckt sie.
Ebenso Marillen oder Pfirsiche. Frische halbirt in Zucker drehen, ehe
man sie einwickelt; dunstgcsottcne 1 Stunde trocknen lassen. Vom sulzig gekoch-
ten Safte etwas hinein geben, ehe man sie servirt.
Kölnischen von mnrlem Teige.
Man macht Pastetenteig Nr. II (Seite 37). Wenn er ausgetrieben ist,
schneidet man viereckige Fleckchen, gibt von den Aepfeln darauf, schlägt die vier
Ecken in der Mitte zusammen nnd drückt halbe Mandeln darauf. Dann be-
streicht man sie mit Ei und bäckt sie.
Einige Aepfcl, zu dünneu Spalten geschnitten, kocht man mit ^ Seidel
Zuckerwasser, bis kein Saft mehr ist, und sie eine schöne Farbe bekommen.
Man läßt sie erkalten, und verrührt sie ganz leicht mit Marillensalse.
Oder : Auf mürben oder Buttcrtcig, rund ausgestochen, gibt man hal-
birte Marillen, streut Zucker darauf, und biegt den Rand rund herum auf.
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Obst-Torte von Vutterteig.
Von halbsingerdick ausgetriebenem Vntterteig schneidet man eine runde
Platte und einen zollbmtcu Reif, den Mn auf die am Rande mit Ei bestri-
chene Platte legt. Inner dem Reif belegt man sie mit geschälten halbirten
Pfirsichen, die man in Zucker dreht.
Wenn es gebacken ist, gibt man noch eine Lage, indessen mit Zuckerwaffer
gekochte Pfirsiche sammt ihrem Safte darauf.
Damen-Caprice.
Von Butterteig bäckt man auf dem Steche ein viereckiges Blatt, bestreicht
es ssanz wenig mit Marillensalse und darüber daumendick mit spanischem
ind, strcnt grob gehackte Mandeln und feineu Zucker darauf, und läßt es im
Ofen eine gelbliche Kruste bekommen. Inwendig muß es weich bleiben. Wenn
man es zu Stücken schneidet, muß man daS Messer mit einem uaßen Tuche
abwischen.
Die Süddeutsche Küche
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Titel
- Die Süddeutsche Küche
- Untertitel
- auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Autor
- Katharina Prato
- Verlag
- U. Leykam's Erben
- Ort
- Graz
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 37.2 x 65.9 cm
- Seiten
- 350
- Schlagwörter
- Kochbücher, Kochen, Rezepte
- Kategorie
- Küche und Garten