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Mllndelmanltaschen.
Wie obige, nur etwas kleiner und verkehrt auf das Blech gelegt, damit
die offene Seite in die Höhe kömmt, daß die Fülle herausschaut. Man drückt
si d Ed ts s
h ,
e nur an den Enden etwas zusammen.
Kipfel von Butterteig.
Man schneidet viereckige Fleckchen vom Teig, stutzt eine Ecke etwas ab,
bestreicht sie mit Ei und gibt Mandelfülle (Seite 41) darauf. Dann rollt man
sie zusammen, die abgestutzte Seite gegen inwendig, legt sie auf das Blech, be-
streicht sie mit Ei, streut Zucker darauf, und bäckt sie schön gelb.
Schnitten, Ringe u. dgl. von Butterteig.
Ziemlich dünn ausgetriebenen Teig schneidet man in 2 gleiche Flecke,
bestreicht den einen mit Marillensalse, legt den anderen darauf, sticht oder
chneidet davon beliebige Formen ab, bestreicht sie mit Ei und streut grob ge-
toßenen Zucker und Mandeln, oder Haselnüsse oder Pistazien darauf, und
bäckt sie.
Dosen.
Von dick ausgetriebenem Butterteig sticht man runde Blätter aus, macht
von gestoßenen Mandeln und eben so viel Zucker mit Eiklar eine Masse, die
nur so dünn ist, daß sie sich
streichen läßt, gibt sie darauf und bäckt sie.
Germsp eisen.
Kirschen- oder Zwetschken-Knödel. Man macht ziemlich
festen abgeschlagenen Germteig (Seite 38) von 1 ^ Seidel Mehl, 1 Ei, 2 Dot-
tern, 1 Loth Germ, lauer Milch, 2 Loth Schmalz und etwas Salz. Wenn er
gegangen ist, nimmt man Stucke davon mit einem Löffel heraus, dreht eine
frische Zwetschke ohne Kern, oder 3 ganze frische Kirschen, oder ein Stückchen
Powidel ein, und läßt sie noch besser ausgehen. Man kocht sie dann in gesalze-
nem Wasser, gibt sie in heißc Butter, daß sie ein wenig Farbe bekommen, und
schmalzt sie mit Butter ab, wenn sie auf der Schüssel sind.
Germnudeln in Dunst gesotten mit Creme.
Von 1 Seidel Mehl, ^ Loth Germ, 2 Dottern und 2 Loth Butter,
Zucker, Salz, ^ Seidel Obers, wird ein weicher, abgeschlagener Teig gemacht.
Man treibt ihn gleich ans, sticht mit einem kleinen Krapfenstecher Fleckeln ab,
daß 6 den Boden des Models bedecken, legt sie ein, und bestreicht jede Lage
mit zerlassener Butter. Wenn der Model halb voll ist, läßt man sie gehen.
Ungefähr ^ Stunden in Dunst gesotten, wird es gestürzt und eine
leichte Cröme dazu gegeben.
Baiensche Dllmpfnndeln.
Von obigem Teig sticht man kleine Krapfeln aus, und läßt sie auf einem
bemehlten Tuche, zugedeckt recht gut gehen.
Die Süddeutsche Küche
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Titel
- Die Süddeutsche Küche
- Untertitel
- auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Autor
- Katharina Prato
- Verlag
- U. Leykam's Erben
- Ort
- Graz
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 37.2 x 65.9 cm
- Seiten
- 350
- Schlagwörter
- Kochbücher, Kochen, Rezepte
- Kategorie
- Küche und Garten