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Die Süddeutsche Küche - auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
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234 Wenn der Teig abgeschlagen ist, mischt man Pignolen oder gestiftelte Mandeln darunter, und füllt es m die gut ausgeschmierten ausgebröselten Wandel. Wenn sie gut gegangen sind, bäckt man sie bci gäher Hitze. Anstatt Mandeln kann man Rosinen oder fein geschnittenes Zitronat darunter mischen, oder Pomeranzen- oder Vanille-Geruch, oder geriebene Chotolade. Man ißt sie kühl. M i t Mohn- oder Nußfül lc . Von 3 Loth Butter, 3 Dottern, Zucker, Salz, 1 Loth Germ, ^ Seidel Obers und Mehl macht man einen weichen Teig. Davon bedeckt man den Boden der Wandel, gibt die Fülle (Seite 42) in die Mitte, darauf Teig, läßt sie gut gehen, und bäckt sie gäh. Geflochtener Striezel. Von ordinärem abgeschlageneu Teige stechtet man, nachdem er etwas gegangen ist, 3 Zöpfe, gleich lang, aber verschieden in der Dicke. Den Stärk- sten, aus 4 Thcilen geflochten, legt man auf das Backblech, bestreicht ihn oben etwas mit Ei, legt den zweiten darauf, und zu oberst den kleinsten. Wenn es wieder aufgegangen ist, bestreicht man das Ganze mit Ei und drückt auf die vorstehenden Theile der Zöpfe halbirte, abgezogene Mandeln. Den Teig kann man von Mehl, etwas Butter, lauem Obers und Germ ziemlich fest machen, und etwas gestoßene Muscatblüthe, Zucker mit Limonie- geruch, Salz, etwas gestoßenen Anis dazu geben, und wenn er schon fein ist, ein paar Loth feingeschnittenes Zitronat und ganze Pignolen und Rosinen darunter kneten. Milchbrot. Zu 2 Maß Mehl gibt man 3 Loth Germ, Salz und Zucker, und so viel Milch, als das Mehl erfordert, um einen festen Teig zu machen, den man nicht abschlägt, sondern mit den Händen knetet, wie den Brotteig, wobei man diese öfters in zerlassenes Schmalz (oder Butter) taucht, ^ Kasseefchale voll ver- brauche man auf diese Art dazu. Noch schöner weiß wird das Brot, wenn man statt Milch und Schmalz, recht gutes OberS nimmt. Wenn der Teig lange ge- knetet ist, bekommt er Blasen und schnalzt unter den Händen. Nun formirt man ihn auf dem Nudclbrette zu Striezeln oder Laiben, diese gibt man in Körbchen mit bemehlten Tüchern ausgelegt, jene in lange Formen, oder auf das Blech und läßt sie gehen. Man stürzt sie dann auf das Blech, oder wenn man sie in einen Back- ofen gibt, auf das Einschiebbrett, bestreicht sie mit salter Milch oder Wasser, und bäckt sie ungefähr 1 Stuude. Wenn man sie aus dem Ofen nimmt, kann man sie mit warmer Milch bestreichen, damit sie Glanz bekommen. Zu Thee. Zu 4 Seidel Mehl gibt man 1 Seidel Obers, 2 Loth Germ, i/z Pfund Zucker, 1 Ei, Anis uud Salz. Weun der Teig gut geknetet ist, formt man auf dem Brette 2 Striezeln davon. Sind sie genug gegan- gen, so macht man in Jedem nach der Länge einen Schnitt, bestreicht sie mit Ei und bäckt sie. Wenn es älter ist, muß man die Schnitten bähen. Oder : Zu ^ Seidel lauer Milch und 1 Loth Germ rührt man so viel Mehl, daß es ein dünner Teig wird, den man als Dampfel gehen läßt. Wenn er noch eiumal so viel geworden ist, gibt man 4 Loth fein geschnittene Mandeln,
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Die Süddeutsche Küche auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Titel
Die Süddeutsche Küche
Untertitel
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Autor
Katharina Prato
Verlag
U. Leykam's Erben
Ort
Graz
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
37.2 x 65.9 cm
Seiten
350
Schlagwörter
Kochbücher, Kochen, Rezepte
Kategorie
Küche und Garten
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