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Die Süddeutsche Küche - auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Seite - 269 -
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269 Quitten-Torte. 1 Pfund Zucker läßt man spinnen und kocht damit 1 Pfund etwas über- sottene Quitten bei fleißigem Rühren, bis sie sich sülzen, wo man 12 Loth gestiftelte Mandeln, 4 Loth fein geschnittenes Zitronat, und von 2 Limonien Saft und Schalen dazu gibt. Wenn es noch eine Weile gekocht hat, streicht man es als Reife auf Oblaten, läßt cs an einem luftigen Ort fest werden und beeist es dann. Acpsel-Krapjel oder Torte. V4 Pfund Zncker läßt man spinnen, gibt 10 Loth würfelig geschnittene Maschauzger Aepfel dazu, und kocht sie ohne viel umzurühren, bis sie durchsichtig sind, dann mischt man 1 Loth Pignoli, 2 Loth Zitronat, 2 Loth Pistazien, Limonieschalen und Saft, und 4 Loth würfelig geschnittene Qmttent'äsc dazu, macht Häufchen ans Oblaten, läßt sie 3 Tage im warmen Zimmer trocknen und überzieht sie dann mit Eis. Nonnen - Krapfelll. , . 1 Seidel Honig kocht man mit sehr viel Gewürz, 20 bis 30 Nelken, Neugewürz, Zimmt, Ingwer, von 4 Limonien die Schalen, fein geschnitten, und schüttet es über 1 Pfund geriebenen Lebkuchen, mit dem man es eine Nacht stehen läßt. Dann macht man Strndelteig von 5 Loth Schmalz, mit 1/2 Seidel lauem Wasser aufgelöst und so viel Mehl, als er braucht, arbeitet ihn 1 Stunde ab und läßt ihn, mit einem Zinnteller bedeckt, ^ Stnnde rasten, worauf man ihn fein austreibt, von der Fülle kleine Kugeln darauf gibt und den Teig wie bei den Schlickt'rapfcln überschlägt und abrädelt. Man legt sie auf das Blech und bäckt sie im Rohre. Falsches Hausbrot. Man siedet 1 Seidel Honig, ^ Pfnnd Zucker, und einige Eßlöffel voll Wasser, schöpft den Schaum dabei ab, dann gibt man Zimmt, Nelken und Li- monieschalen, und wenn cö ausgekühlt ist, so viel Mehl dazu, daß es wie ein Brotteig wird. Zu Leibchen formirt, bäckt mau es langsam, und wenn man es servirt, macht man dünne Schnittchen davon. Springer!. 1/2 Seidel Honig läßt man aufsieden, gibt 4 Loth Zncker, ^ Loth Zimmt, ^ Loth Nelken, nnd Limonkeschalcn da^u nnd läßt cs auskühlen. Wenn es kalt geworden, mischt man so viel Mehl dazu, daß es wie ein Straubenteig wird, man darf aber nicht in die Nnnde, sondern nur hin und her rühren. Man arbeitet den Teig ans dem Brette glatt ab und läßt ihn über Nacht lie- gen. 2 Messerrücken dick ausgetrieben, sticht man Formen ab, oder schneidet Stängerl, Echisteln, legt sie auf das Blech nnd bäckt sie kühl. Oder : ^ Pfund Zucker, ^ Pfund Mehl und das Gewürz mit t/2 Seidel siedendem Honig abgebrüht, arbeitet man wie einen Strudelteig ab, und läßt ihn 3 Stunden stehen. Wenn sie gebacken sind, bestreicht man sie mit gesponnenem Zucker und läßt sie im Rohre wieder trocknen.
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Die Süddeutsche Küche auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Titel
Die Süddeutsche Küche
Untertitel
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Autor
Katharina Prato
Verlag
U. Leykam's Erben
Ort
Graz
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
37.2 x 65.9 cm
Seiten
350
Schlagwörter
Kochbücher, Kochen, Rezepte
Kategorie
Küche und Garten
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