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Die Süddeutsche Küche - auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Seite - 278 -
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278 wenn mau die Zwischenräume mit braun gefärbter Snl^e ausgegossen hat. Dies darf aber nicht in einem Guß geschehen, damit die Stücke nicht verscho- ben werden. Statt weiß kann man die Sülze gelblich machen. Ist die Sülze groß genug, so kann man sie nach dem Stürzen zu einem Vierecke schneiden. Ans diese Art kann man cmch beliebkgeFormen von einer Farbe ausstechen und in den mit Mandelöl ausgeschmierten Model einlegen und mit anderer Farbe voll gießen. E ier in Körbchen oder Vogelnest. Tazn muß man vorher Eierschalen sammeln, denen man nur ein kleines Kapperl mit einem Messer abgeklopft hat, worauf man sie auswascht und trocknen läßt. Wenn man die Mandelsulze einMcn will, streicht man die Eischalen mittelst einer Feder mit Mandelöl aus, stellt sie in Eis fest, und gießt sie voll an. Kurz vor dem Eerviren schneidet man mit einer kleinen scharfen Schccre die. Schaden anf einer Seite auf, schält das gesulzte Ei heraus und.gibt diese in Körbchen oder Vogelnest von Mandelgnllaqc oder gesponnenem Zucker. Man kann sie auch von roth gefärbter Snlzc als Ostcr-Eier machen. Den Zucker bis zum Bruch gekocht, spinnt man nm einen mit Mandelöl bestrichenen Knppelmodcl. Wenn er recht dicht umsponnen ist, macht man noch besonders eine Hand voll Fäden, gibt sie in das Nest und die Eier darauf. Aepfel von Mandelsulze. Die gelbliche Mandelsulze mit Dot- tern füllt man in glatte runde Wandeln, wenn sie gesülzt ist, stürzt man 2 Be- chcrl zusammen, dann hält man sie einen Augenblick anfallen Seiten in war- mes Wasser und stürzt sie auf die Schüssel. Als Krone steckt man eine Gewürznelke hinein, als Etangel ein Stück- chen Zimmt, und Blätter gibt man von Pomeranzen. Die Wangerln (Backen) malt man mit Alkermessaft, den man mit Waffer mischt. ' » Sülze von eingesottenen Säften. 1 Seidel Waffer mit 6 Loch Zucker kocht unk klärt man, mischt 1 Seidel- Eaft und 1 ^ Loth Hauscnblase, aufgelöst und abseiht, dazu, füllt es in einen Model, den man schön gleich und fest in Eis eingegraben, oder in frisches Wasser gestellt hat. Erdbeeren-Vnke. Einen Teller voll reiner Erdbeeren gibt man in ein Becken, dazu 1 Sei- del geklärten Zucker, ^ Seidel Wein nnd ein Stückchen Zimmt, deckt es zu und stellt es auf die Glut. Nach '/, Stunde uimmt man es weg und läßt es rnhiq durch die Serviette fließen, gibt von 1 Limonie den Saft und 11/, Loth Hanscnblase dazu, sowie etwas Cochenille oder Alkcrmcssaft, damit die Farbe schöner wird. Himbeeren-Sülze, Man zerdrückt 2 Seidel Himbeeren, gibt 1 Seidel siedendes Waffer und von 2 Limonien den Eaft dazn und läßt es 3 Stunden stehen. Dann scihl man es dnrch ein Tuch, gibt 12 Loth Zucker, mit etwas Wasser gekocht, Eischalen
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Die Süddeutsche Küche auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Titel
Die Süddeutsche Küche
Untertitel
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Autor
Katharina Prato
Verlag
U. Leykam's Erben
Ort
Graz
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
37.2 x 65.9 cm
Seiten
350
Schlagwörter
Kochbücher, Kochen, Rezepte
Kategorie
Küche und Garten
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