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Die Süddeutsche Küche - auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
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s 301 Feigen. Die noch festen ganzen sseigen gibt man in gekochten Zucker und läßt sie langsam eine Weile sieden. Die folgenden Tage kocht man den i Zucker besser ein und gibt ihn wieder lau darauf. s Melonspal ten. Noch ganz harte Melonen schneidet man zu Spal- ^ ten und das etwas weiche Fleisch so wie die äußere harte Schale davon weg. Oder: Man verwendet von reifen Melonen, deren Fletsch man gegessen ^ hat, das Grüne, wenn es hübsch dick ist, und schneidet ebenfalls die harte Schale weg. Man kocht diese Spalten in Waffer, bis man sie leicht mit einem Hölzchen , durchstechen kann. Zum Kochen des Zuckers nimmt man bei 1 Pfund 3 Seidel Wasser, und 1 Seidel guten Weinessig. Nachdem man sie in diesem Wasser gekocht, bis sie durchsichtig werden, läßt mau sie in einem irdenen Gefäße erkalten und kocht den Zucker weiter ein, und wiederholt dies durch so viele Tage, als es notwendig ist. Oder: 1 Pfund vom Grünen der Melone, in fingerlange dünne Stück- chen geschnitten, kocht man mit 1 Pfund Zucker, ^ Seidel Wasser, ^ Seidel Essig, ^ Stunde lang und läßt es kalt werden. Tags darauf siedet man deu Zucker dicklich ein und gibt ihn kühl darauf. u i t t enspalten. Die geschälten Quitten werden zu schönen Epalten geschnitten, 1 Stunde in frisches Wasser gelegt, dann mit anderem Wassn über gelindem Feuer bis zum Weichwerden gekocht. Nachdem sie auf einem Tuche abgetrocknet sind, werden sie gewogen und das gleiche Gewicht Zucker genommen. Dann kocht man sie im klaren Zucker 1/2 Stunde und läßt sie mit dem Safte erkalten. Die folgenden Tage kocht man den Zucker weiter ein. K le ine Zuckerbirnen (Muskateller). Während dem Schälen gibt man sie iu frisches Wasser mit Limonicsaft, damit sie schön weiß bleiben, auch darf man keine weiche oder schadhafte dazu nehmen. Dann kocht man sie in Zucker, bis sie durchsichtig sind, und laßt sie 24 Stunden stehen, Warauf man den Zucker wieder kocht und kalt darauf gibt. Naga Witz-, Kaiser- und Sa lzburger -B i rnen halbirt man wie auch die Stiele, sticht das Kernhaus ans und behandelt sie weiter wie die kleinen, nur muß der Zucker öfters migefocht werden. aser 0 l len ebenso, doch bleiben diese ganz. Ananas. Die Ananas wird geschalt zu messerrückendicken Spalten ge- schnitten, in Gläser gegeben und mit sein gestoßenem Zucker gleich im Gewichte bestreut. Die Gläser verbindet man mit Papier und darüber mit einer Blase, und stellt sie so lange in die Sonne, bis sich der Zucker vollkommen aufgelöst hat und der Saft klar geworden ist. Oder : Man kocht die zu Scheiben geschnittene Frucht iu Zucker wie an- deres Obst, und die Schalen ebenso, aber besonders, und verwendet diese mit ihrem Saft zu Sülze oder Gefrornem.
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Die Süddeutsche Küche auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Titel
Die Süddeutsche Küche
Untertitel
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Autor
Katharina Prato
Verlag
U. Leykam's Erben
Ort
Graz
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
37.2 x 65.9 cm
Seiten
350
Schlagwörter
Kochbücher, Kochen, Rezepte
Kategorie
Küche und Garten
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