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Frauentagen (15. August und 8. September) werden alle
aufgehoben, man legt sie
meistens in Getreide, Hirse und
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dgl. oder in gesiebte Asche ein, aß sie einander nicht berühren, mit den Spitzen
W ^ O s ä W And'stellt sie
an einen kühlen Ort.
ftdMer im Winter vermeidet man gerne die in Kalk ein
.1.
, ^ / M ^ O^is Schlaziahm, samei Rahm.
, ist besonders große Reinlichkeit sehr wichtig,
sie steht,
als vorzüglich in Betreff der Schüsseln,
heißem Wasser und einem Leinwandlaftpen ausge-
mmt, in der Sonne oder auf dem Herde gut ausge-
trocknet und wieder vollkommen erkaltet sein. Die beste Gattung dazu bleibt
immer gut glasirtes Thongeschirr.
^ W ^ l b i ^ i t Milch durch ein feines Sieb in die stachen
sie unberührt stehen bleiben, bis sich das Obers von
Wenn man das Obers mittelst eines Holzmessers
man es nach Bedarf mit neugemolkener Milch dünner
machen. Zum Verkaufe und zum kalt Essen in Gläsern wird ein Theil des
dMk^Mss jM Ochaum gesprudelt, als Aufputz darauf gegeben.
süße Obers ist als Schlagrahm zu Thee und
ni MWVfßll 'Aan yon der süßen Milch abnehmen, was man
A Ou'tMV ck^lH en, und zu sauren Rahm bestimmt.
Damit es zu letzterer Verwendung sauer wird, läßt man es offen an
einem nicht zu kühlen Orte stehen. Um es zum Buttern aufzuheben, wo es
nicht sauer werden soll, da es süß mehr ausgibt und bessere Butter davon wird,
deckt man es zu, stellt es an einen kühlen Ort und schüttet es täglich in ein an-
s M M O ß
MI inkM GOWHlwo man den auf der Milch zu sauer gewordenen Rahm noch
Mehl, Topfen oder sauerer Milch gesprudelt zu kaufen
damit manche Speise.
Um gute saure Milch zum Essen zu haben, läßt man sie
unberührt dick
werden. Manche sprudeln sie
dann sanuut dem Rahm und geben
sie in Gläser.
Sommer 10 Stunden gestanden ist, hat sie sicher
schon
alles fette aufgeworfen und kann zum Buttern abgenommen werden. Kann man
kOustWBMe'' Butter rühren, so muß zu dem gesammelten Rahm noch so viel
süßes Obers genommen werden. Denn von lauter und zu saurem
Butter niemals gut. *)
Beim Buttern ist der rechte Wärmegrad von großem Einflüsse, und oft
keine andere Ursache, als ein Fehler in diesem Punkte, wenn Butter nicht zu-
sammengehen will. Das Butterfaß muß im Winter an einem warmen, im
^ f den unangenehmen sauren Geschmack zu benehmen, kann man sie
recht
öitt kohlensaurem Nat ron mengen, dann wieder gut auswaschen. Zu 3 Pfund
Butter 2l/z Loth'Natron.
Die Süddeutsche Küche
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Titel
- Die Süddeutsche Küche
- Untertitel
- auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Autor
- Katharina Prato
- Verlag
- U. Leykam's Erben
- Ort
- Graz
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 37.2 x 65.9 cm
- Seiten
- 350
- Schlagwörter
- Kochbücher, Kochen, Rezepte
- Kategorie
- Küche und Garten