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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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schungsinteressen identifizieren zu können.Mein Interesse weckte das von uns gewählte Thema über den Ansatz, Besonderheiten der menschlichen Sprachfähigkeit aus der Differenz zu anderen Verständi- gungssystemen herzuleiten. Verglichen mit Kommunikationssystemen von Tieren nimmt die menschliche Sprache zwar ohne Zweifel eine Sonderstellungein,dieUnterschiedescheinenaberehergraduellerNatur als tatsächlich wesenhaft zu sein. Ich habe dazu bereits 2013 einen Blogpost mit dem Titel $ber Sprache und Tierkommunikation (Hermes 2013) veröffentlicht, den ich für den erstenTeil desVortrags durchden Einbezug aktueller Forschungsergebnisse erweiterte. Bezüglich künstli- cher Rechenmaschinen stellt sich die Kommunikationssituation indes völligandersdar:UntereinanderverständigensichMaschinendurchvon Menschenerdachteundmehroderweniger festgezurrteProtokolle.Die VerständigungmitMenschen (wennmandasüberhaupt sonennenwill) funktioniert wiederum nur über von Menschen erdachte Program- mierschnittstellenbzw.–inGestaltpersönlicherAssistentenwieSirioder Cortana – über eine Kombination regelbasierter Gesprächsablaufan- weisungen mit über Deep-Learning-Technologien realisierter Sprach- erkennungund-verarbeitung.DerVortragnähertesichdemGegenstand über denRückgriff auf unterschiedliche Disziplinen an, darunter Lin- guistik, Anthropologie, Biologie (vor allem Primatenstudien), Ansätze der Künstlichen Intelligenz und Studien zuNetzwerkarchitekturen. In meinen Augen sind derartige interdisziplinäre Ansätze sowohl prägend fürgegenwärtigeForschungsvorhaben,alsauchweisendfürdieZukunft. Dafür sehe ichunterschiedlicheGründe.Vorallemstellenumfangreiche Förderprogramme vermehrt Ansprüche an die Interdisziplinarität. Eine zentrale Rolle spielt hierbei auch die Digitalisierung von Forschungs- daten: Um nicht für jede Forschungsfrage die Untersuchungsobjekte erneut digitalisieren zu müssen, sollten schon bei der Digitalisierung weitere mögliche Zugänge auf die Daten mit in Betracht gezogen werden, nicht nur diejenigen, die in einem konkreten Forschungsvor- habenbenötigtwerden.UmdieWiederverwertbarkeitzugewährleisten, sind Standardisierungen notwendig, welche die Ansprüche unter- schiedlicher Fachbereiche berücksichtigen müssen und mithin nur multidisziplinär erarbeitetwerdenkönnen. JürgenHermes92
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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