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Dinge – Nutzer – Netze - Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
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324 | Dinge – Nutzer – Netze als auch um Fotografien von Skulpturen. Gelegentlich erscheinen Bogenlinien zwi- schen zwei Werken, die von Worten wie ›Bildelemente‹ oder ›Stilrichtung‹ unterbro- chen sind – hierbei handelt es sich um Gemeinsamkeiten zwischen Objekten, die den Schlüssel zur Erschließung der Sammlung darstellen. Ein Klick auf jedes dieser Bil- der öffnet eine separate, dem jeweiligen Kunstwerk gewidmete Seite. Unterhalb der Bilder-Slideshow befindet sich ein mit den Worten »Zeige mir Werke zu…« überschriebenes Zugriffsfeld. Der Nutzer kann hier zwischen den Rubriken »Künstlerbezug«, »Wirkung auf den Betrachter«, »Hauptmotiv«, und »Stilrichtung« wählen. Jedes dieser Felder eröffnet Zugriff auf abermals fünf Ob- jekteigenschaften. Unter ›Künstlerbezug‹ heißen diese Utrechter Caravaggisten, Blauer Reiter, Brücke, Leibl-Kreis und CoBrA, unter ›Wirkung auf den Betrachter‹ Erheiternd, Wütend, Provokant, Freudig und Romantisch, unter ›Hauptmotiv‹ Ma- donna, Venus, Akt, Stillleben und Landschaft, unter ›Stilrichtung‹ schließlich Kubis- mus, Neue Sachlichkeit, Bauhaus, Dadaismus und Konzeptkunst. Eine getroffene Auswahl öffnet ein Fenster mit allen zur Anfrage passenden Objekten. Unterhalb dieses Katalogfeldes befindet sich darüber hinaus ein einfaches Eingabefeld für eine Textsuche.18 Das Städel stellt also ähnlich wie das Getty ein Datenbank-System von Katego- rien und ›Etiketten‹ oder tags in den Mittelpunkt seines Abrufverfahrens. Während das Getty allerdings den Zugriff komplett über subject headers organisiert, arbeitet das Städel mit einem interessanten Visualisierungsverfahren, das Gemeinsamkeiten zwischen Einzelwerken als Vernetzungen visualisiert – und zwar nicht nur auf der Startseite. Wählt man ein beliebiges Objekt aus, so wird eine separate, diesem Aus- stellungsstück gewidmete Seite geöffnet. Diese zeigt zentral das gewählte Objekt mit Angaben zu Künstler, Titel und Jahr darunter. Rechts daneben laufen weitere Bogen- linien zu Miniaturansichten ›verwandter‹ Objekte, durch die mit dem Mausrad hin- durchgescrollt werden kann. Claude Monets Gemälde Das Mittagessen aus dem Jahre 186819 beispielsweise ist über die Linie Sammlungsbereich mit Eugène Delacroixs Werk Fantasia Arabe von 1833 verbunden, über die Linie Hauptmotiv mit Cornelis Begas Wirtshausszene von ca. 1660, über die Linie Zeit mit Carl Philipp Fohrs Wasserfällen von Tivoli von 1817, usw. Ein Klick auf diese Werke öffnet deren Seiten samt ihrer eigenen Schlagwortkonnizes. Kehrt man zum Ausgangswerk zu- rück, so gelangt man zu einem Itinerar der bisher angeklickten Werke samt der zwi- schen ihnen verlaufenden Assoziationslinien. Dieser ›Verlauf‹ kann bearbeitet wer- den, indem man einzelne Werke aus ihm entfernt. Bei der Rückkehr auf die Seite 18 Vgl. ebd. 19 Vgl. https://digitalesammlung.staedelmuseum.de/index.html#/exhibit/Resource_museum _exhibit_ Staedel_3012 vom 18.09.2015.
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Dinge – Nutzer – Netze Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Titel
Dinge – Nutzer – Netze
Untertitel
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Autor
Dennis Niewerth
Verlag
transcript Verlag
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4232-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
Kategorie
Medien
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