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des Projektes umfassen etwa 1.600 Museen nebst diversen Regierungsbehörden, Bil-
dungseinrichtungen und privatwirtschaftlichen Förderern.43 Das Online-Angebot be-
ziffert derzeit ca. 500 virtuelle Ausstellungen, 150 »interactive resources« und 365
unterschiedliche Lehrmittel im Teacher᾿s Centre.44 Über den Umfang des eigentli-
chen Schatzes an Exponaten bzw. digitalen Reproduktionen werden keine Angaben
gemacht.
Seiner Mutternation entsprechend ist das VMC sowohl auf Englisch als auch auf
Französisch zu erreichen: als Virtual Museum of Canda unter der Domain www.vir-
tualmuseum.ca, als Musée virtuel du Canada unter www.museevirtuel.ca. Wie bereits
angeklungen ist, verfügt es über keine einheitliche Sammlung oder Ausstellung, son-
dern bietet den teilnehmenden physischen Institutionen eine Plattform und eine Inf-
rastruktur für die Erstellung und Veröffentlichung eigener virtueller Ausstellungen.
Entsprechend breit gefächert ist das Angebot: Natur-, regional- und industriege-
schichtliche ausgerichtete Institutionen sind ebenso vertreten wie Kunst- und Völker-
kundemuseen. Verbunden sind sie durch ihre Ansässigkeit in Kanada, ihr Bezo-
gensein auf die kanadische Geschichte und eben ihre Teilnahme am Großprojekt
VMC. Die erste navigatorische Konsequenz, die sich aus dem Fehlen einer gemein-
samen Sammlung oder Datenbank ergibt, ist die, dass man im VMC nicht nach indi-
viduellen Objekten suchen kann. Die einzelnen Ausstellungen sind sowohl Organi-
sations- als auch Zugriffsmodus der Webseite. Die Startseite bietet über ein großes
Banner zu jedem Zeitpunkt fünf besonders bemerkenswerte Ausstellungen feil. Da-
runter befindet sich ein Textsuchfeld, und abermals unter diesem acht kleinere Ban-
ner, die ebenfalls auf Ausstellungen verlinken und allem Anschein nach zufällig von
der Software ausgewählt werden.45 In der Navigationszeile am oberen Bildschirm-
rand stehen Reiter zur Verfügung, die den Zugriff auf die Startseite, die Virtual Ex-
hibits, die Community Memories, das Teacher᾿s Centre und die About Us-Seite ge-
statten (vgl. Abbildung 3). Zwischen Virtual Exhibits und Community Memories be-
steht dabei kein struktureller Unterschied, wohl aber ein inhaltlicher: Bei Letzteren
handelt es sich um sehr fokussierte Ausstellungen kleiner Regionalmuseen, die u.a.
bemerkenswerte lokale Biographien, Persönlichkeiten, Ereignisse oder Bauten vor-
stellen.46
Beide Ausstellungsseiten werden von einer einfachen Suchmaske gekrönt. Hier
können Suchbegriffe eingegeben, der Ausstellungstyp gewählt und Richtlinien zur
Sortierung von Suchergebnissen bestimmt werden (alphabetisch auf- und absteigend
43 Vgl. http://www.virtualmuseum.ca/faq/ vom 01.10.2015.
44 Vgl. http://www.virtualmuseum.ca/about-vmc/ vom 01.10.2015.
45 Vgl. http://www.virtualmuseum.ca/home/ vom 01.10.2015.
46 Vgl. http://www.virtualmuseum.ca/virtual-exhibits/type/community-memories/ vom
01.10.2015.
Dinge – Nutzer – Netze
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Titel
- Dinge – Nutzer – Netze
- Untertitel
- Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Autor
- Dennis Niewerth
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2018
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-4232-6
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
- Kategorie
- Medien