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Nach 1918
Diskurse des Kalten Krieges - Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
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Benedikt Mörl: Leo Katz – sein Leben und seine Sicht des Judentums. Wien: Dipl.-Arb. 1996. Marcus  G. Patka: Leo Katz – Synthese von Judentum und Kommunismus. In: Marcus  G. Patka (Hg.): Zu nahe der Sonne. Deutsche Schriftsteller im Exil in Mexiko. Berlin: Aufbau 1999, S.  189–198. Paul Anton Keller geboren am 11.1.1907 (Radkersburg), gestorben am 20.10.1976 (Hart bei Graz), stamm- te aus einer in der Steiermark ansässigen Schauspielerfamilie. Neben seiner Lehre als Fotograf besuchte er 1922/23 die Schauspielschule und das Konservatorium. Schon mit zehn Jahren nahm er mit einem selbstverfassten Text an einem Preisausschreiben teil, mit 17 Jahren gab er den Gedichtband Erleben im Eigenverlag heraus. 1931 folgte ein weiterer Gedichtband – Gesang vor den Toren der Welt, woraufhin Keller als freier Schrift- steller zu leben versuchte. Ab den 1930er-Jahren veröffentlichte er literarische Texte in Zeitschriften mit zum Teil deutschnationalem Hintergrund und in weiterer Folge auto- biographisch geprägte Erzählungen, Anekdoten, heimatbezogene Lyrik sowie „Tierge- schichten“ und „Landschaftsbücher“ wie Das Sausaler Jahr (1941) oder Burgfahrten in Steiermark (1962). Er orientierte sich stark in konservativer Richtung und bewegte sich in völkischen Kreisen. So unterhielt er Freundschaften mit Max Mell, Josef Friedrich Per- konig und Josef Weinheber, denen er als „Dreigestirn“ ein Buch widmete. Am 1.6.1933 trat Keller der NSDAP bei und später dem 1936 gegründeten Bund deutscher Schriftstel- ler Österreichs (BdSÖ), einer getarnten nationalsozialistischen Organisation. Offiziell war er ab 1.7.1938 Mitglied der Reichsschrifttumskammer, ab 4. oder 28.4.1939 deren Leiter für die Steiermark. Er gab die Buchreihe Der Kranz heraus, wo u.a. 1943 die Wer- ke von Peter Rosegger publiziert wurden. 1945 schien Keller kurzzeitig Probleme mit der russischen Besatzungsmacht bekom- men zu haben. In seiner Korrespondenz mit Perkonig beschreibt er diese als gewalttätig; sie habe seinen Wohnsitz beschlagnahmt. Ab 1946 konnte Keller, dessen literarische Wer- ke in Österreich offiziell gesperrt waren, seinen Unterhalt als Obst- und Weinbauer sowie Bienenzüchter bestreiten, was ihm dank seines umfangreichen Landbesitzes möglich war. Er publizierte allerdings schon vor der offiziellen Aufhebung seines Schreibverbots am 27.10.1948 oder nach dem 18.11.1948 bzw. 13.1.1949 wieder zwei Bände und trat der ÖVP bei. Ab 1948 erschienen regelmäßig wieder zahlreiche heimatverbundene Erzäh- lungen, Lyrik und Anekdoten unter seinem Namen. Texte aus der NS-Zeit, versehen mit kleinen Änderungen, wurden wiederabgedruckt. Autobiographische Erinnerungen hat er in den Büchern Jahre, die gleich Wolken wandern (1948), Gast der Erde (1957) und Zum Sehen geboren (1972) hinterlassen. In den 1950er-Jahren verfasste er einige Abenteuer- romane und Jugendbücher. In seinem Jugendbuch Gefährliche Grenze, das 1956 im Öster- reichischen Bundesverlag erschienen ist, wird die Geschichte von zwei Kindern erzählt, deren einziger Verwandter, ihr Großvater, sich hinter dem Eisernen Vorhang nahe der österreichisch-ungarischen Grenze befindet. Zusammen mit einem Hund, dem sie das Open Access © 2017 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR 640 Autorinnen- und Autorenlexikon
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Diskurse des Kalten Krieges Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Titel
Diskurse des Kalten Krieges
Untertitel
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20380-3
Abmessungen
15.9 x 24.0 cm
Seiten
742
Kategorien
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