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Diskurse des Kalten Krieges - Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
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erschienenen Roman Es muss nicht immer Kavier sein erfolgt schließlich Simmels Durch- bruch zum internationalen Bestsellerautor. Sein Roman Soldatensender Calais erscheint ebenfalls 1960, jedoch unter dem Pseudonym Michael Mohr. Nach einer Schreibpause zum Zweck der Überwindung des Alkoholismus 1961 lebt Simmel als freier Schriftsteller in verschiedenen Staaten (Deutschland, Monaco, Frankreich, Schweiz). Die hohen Auf- lagenzahlen und die internationale Verbreitung seiner Romane ermöglichen es dem Autor, von seiner künstlerischen Tätigkeit zu leben und den Journalismus aufzugeben. Seine Erzählungen, Romane und Kinderbücher behandeln zeitkritische Thematiken in einer auf journalistische Arbeitstechniken gestützten, unterhaltsam zu lesenden Form; thematisch stellt das Engagement gegen den NS-Faschismus, den Krieg und die systema- tische Unterdrückung einzelner sozialer Gruppen einen wichtigen Schwerpunkt dar. In der Universität Boston gibt es eine umfangreiche „Johannes Mario Simmel Collec- tion“, 1985 wurde er mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausge- zeichnet. Quellen: Kurt Böttcher [u.a.]: Simmel, Johannes Mario. In: Ders. (Hg.): Lexikon deutschsprachiger Schrift- steller. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. [Begr. von Günter Albrecht.] Bd.  2, 20.  Jahrhun- dert. Hildesheim [u.a.]: Olms 1993, S.  692  f. Wolfgang R. Langenbucher (Hg.): ‚Berichte über die Zeit, in der ich lebe  ...‘ Johannes Mario Simmel und seine Romane. Eine Dokumentation. München, Zürich: Droemer Knaur 1978. Viktor Matejka an Herbert Steiner. Brief vom 24.3.1979. Dokumentationsarchiv des österreichi- schen Widerstands, Sign.: 50126/NMa12. Martin Wedl: Johannes Mario Simmel. Journalist und Schriftsteller im Wien der Nachkriegszeit bis 1953. Eine Analyse. Wien: Dipl.-Arb. 2003. Wilhelm Ziehr [u.a.] (Hg.): Schweizer Lexikon. 6 Bde. Bd. 5, Obs–Soy. Luzern: Verl. Schweizer Lexikon 1993, S.  811. Friedrich Torberg (eigentlich: Friedrich Ephraim Kantor) geboren am 16.9.1908 (Wien), gestorben am 10.11.1979 (Wien). Torberg entstammte einer deutsch-jüdischen Prager Familie, wuchs in Wien auf und verfasste bereits als Jugendlicher Gedichte. 1930 feierte er mit seinem Debütroman Der Schüler Gerber hat absolviert einen großen Erfolg. In den 1930er-Jah- ren arbeitete er am Prager Tagblatt als Wiener Kulturberichterstatter sowie als Sport- und Theaterkritiker mit und pendelte zwischen Prag und Wien. Nach der Machtergrei- fung der Nationalsozialisten 1933 wurde er in Deutschland mit einem Publikationsverbot belegt. Er bezog Position gegen den österreichischen Ständestaat, veröffentlichte in der Weltbühne Kampfartikel gegen die Nationalsozialisten und kritisierte Intellektuelle, die sich dem NS-Regime andienten. Während des „Anschlusses“ Österreichs im März 1938 befand sich Torberg in Prag, emigrierte nach Zürich, erhielt eine Einreiseerlaubnis nach Frankreich und meldete sich Open Access © 2017 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR 656 Autorinnen- und Autorenlexikon
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Diskurse des Kalten Krieges Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Titel
Diskurse des Kalten Krieges
Untertitel
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20380-3
Abmessungen
15.9 x 24.0 cm
Seiten
742
Kategorien
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