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Fla¨che nicht zusammenha¨ngt und man also aus dem Inneren nicht hinausge-
langen kann, ohne die gezeichnete Linie zu u¨berschreiten.
Ziehen wir aber die KurveA, welche ganz im oberen Blatte verla¨uft, und
welche die Punkte a1, a2 (Fig. 34) einschliesst, dann begrenzt diese keinen
Theil der Fla¨che vollsta¨ndig. Denn man kann von einem Punktem, der auf
der einen Seite des Randes vonA liegt, zu dem gegenu¨berliegendenm′ des
Fig. 36.
anderen Randes gelangen, ohne A zu
u¨berschreiten, la¨ngs des Weges mnom′, welcher
bei n ins untere Blatt tritt und bei o aus diesem
wieder ins obere. DaA blos im oberen verla¨uft,
so trifftmnom′ die LinieAnicht.
Durchschneiden wir also la¨ngs A das obe-
re Blatt, so bleibt die Fla¨che noch zusam-
menha¨ngend, und durchschneiden wir die Fla¨che
la¨ngs der Linie mnom′, so bleibt sie auch noch
zusammenha¨ngend, denn geht man vonm am in-
neren Rande von A fort, so gelangt man notwendig an das gegenu¨berlie-
gende Ufer des Schnittesmnom′, was beweist, dass die Fla¨che noch zusam-
menha¨ngt.
Wir denken uns nun die Fla¨cheT la¨ngs der gezeichneten LinienAundB
durchschnitten, so dass ein Ueberschreiten des Randes nicht mo¨glich ist. Die
so erhaltene Fla¨cheT′ ha¨ngt zusammen in allen ihren Theilen und ihre Be-
grenzung besteht aus einem Zugemnopqrstuvwxm. In dieser Fla¨cheT′
begrenzt jede geschlossene LinieC einen Theil vollsta¨ndig; schneidet man al-
soT′ la¨ngsC durch, so fa¨llt dieser Theil aus. Denn eine solche LinieC kann
entwederblos ineinemBlatteverlaufen,dann istdasGesagtevonvornherein
klar, oder sie kann durch beide Bla¨tter laufen, dann kann sie entweder nur
einen der Punktea einschliessen und sich also in Form einer Spirale (Fig. 36)
um diesen herum winden. Durchschneidet man la¨ngs dieser T′, so fa¨llt der
Theil, welcher a entha¨lt, hinaus, daher begrenztC diesen Theil vollsta¨ndig.
Fig. 37.
OderC umschliesst mehrere Punkte a, dann muss sie
parallel dem durch die Schnitte A, B entstandenen
Rande verlaufen und beim Durchschneiden la¨ngs der-
selben fa¨llt also ein Theil ab, d. h. C begrenzt einen
Theil vollsta¨ndig.
Jede geschlossene LinieD auf unserer Fla¨cheT, die
also la¨ngs A und B noch zusammenha¨ngt, begrenzt
entweder fu¨r sich allein oder in Gemeinschaft mit A
undB einen Theil von T vollsta¨ndig. Denn wu¨rdeD
diess nicht thun, so ko¨nnte man von einem Punkte p
(Fig.37)aminnerenRandezudemgegenu¨berliegenden
Einleitung in die Theorie der Elliptischen Funktionen
- Titel
- Einleitung in die Theorie der Elliptischen Funktionen
- Autor
- Karl Bobek
- Verlag
- Druck und Verlag von B. G. Teubner
- Ort
- Leipzig
- Datum
- 1984
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 290
- Schlagwörter
- Mathematik, Math, Ellipsen, Funktionen, Intervall, Integral
- Kategorie
- Lehrbücher