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Wir sehen also, dass die Elementarperioden unabha¨ngig sind von der
Art der Zerschneidung von T ebenso wie von der Art, wie wir die Verzwei-
gungsschnitte inT annehmen, wesentlich nur von den Werten a1, a2, a3, a4
abha¨ngen.
42. Die Funktion
w(x) = ∫ x
x0 dx√
A(x−a1)(x−a2)(x−a3)(x−a4)
wird,wiewirgleichzeigenwerden, fu¨rkeinen Wertvonxunendlichundheisst
ein u¨berall endliches Integral auf der Riemann’schen Fla¨cheT, welche zu
der Funktion
y= √
A(x−a1)(x−a2)(x−a3)(x−a4)
geho¨rt.
w(x) ko¨nnte unendlich werden fu¨r x= a1, a2, a3, a4 oder fu¨r x=∞.
Fu¨r alle anderen Werte verha¨lt sich der Integrand regula¨r und kann w(x)
daher nicht unendlich werden.
Es sei x in der Umgebung von a1 gelegen. Wir nehmen x1 ebenfalls in
der Umgebung von a1 an und schreiben
w(x) = ∫ x1
x0 dx
y + ∫ x
x1 dx
y ,
wo der Integrationsweg des zweiten Integrals ganz in die Umgebung von a1
fallen soll. Da das erste Integral jedenfalls endlich ist, sobald wir vorausset-
zen, was wir thun wollen, dass der Integrationsweg durch keinen der Punkte
a1, a2, a3, a4 oder∞ fu¨hrt, in denen wir das Verhalten noch nicht kennen,
so bleibt nur das ∫x
x1 dx
y auf seine Endlichkeit zu untersuchen u¨brig.
Wir setzen 1√
A(a1−a2)(a1−a3)(a1−a4) =B,
so istB endlich. Da die Funktion
1√
A(x−a2)(x−a3)(x−a4)
fu¨rx=a1 endlich und von Null verschieden ist, ebenso ihre Differentialquo-
tienten, so ko¨nnen wir dieselbe nach dem Taylor’schen Theorem entwickeln
und erhalten fu¨r die Umgebung von a1
1√
A(x−a2)(x−a3)(x−a4) =B+B1(x−a1)+ · ··
Einleitung in die Theorie der Elliptischen Funktionen
- Titel
- Einleitung in die Theorie der Elliptischen Funktionen
- Autor
- Karl Bobek
- Verlag
- Druck und Verlag von B. G. Teubner
- Ort
- Leipzig
- Datum
- 1984
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 290
- Schlagwörter
- Mathematik, Math, Ellipsen, Funktionen, Intervall, Integral
- Kategorie
- Lehrbücher