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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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3.4 Briefe1941 75)AnMariaCharlotteSweceny,o.O. [St.Wolfgang],27.5.[1941] FrauLotteSweceny. Franzensbad, KurhotelHygiea (Sudetenland.) M.l.H., heute sind die Manuskriptblätter an die Ufa gegangen, – und nun habe ich, von dieser Seite, hoffentlich ein paar Tage Ruhe. Es ist schwer zu sagen, wie ich den zweiten Teil gemacht habe. Ich glaube, es ist ganz spannend, wenngleich nicht allzu gut. – Ich freue mich sehr, m.H., dass es Dir schon besser im Franzensbade gefällt. Den hiesigen Hotel- direktorhabe ichheutegetroffen, er sagte, er sei schondemWahnsinn nahe, wenngleich das Hotel noch gar nicht eröffnet ist. Nun, hoffent- lich wird’s dann besser mit seinem Geiste. – Ich weiß nicht, warum es keinen Dampffisch gibt: vielleicht erfinden wir ihn noch. Oder gar einenDampffisch-Ersatz. –DasBuchvomThießsoll sehrgut sein, sagt der Sándor. Jedenfalls ist es recht dick. Reindl schreibt mir, dass die „Inschriften“ imHeft12der „Dame“erscheinen,das „Hildebrandslied“ im 13ten Heft (also Mitte und Ende Juni). Der Colbatzky will immer noch das Schlachtenbuch, und auch der Suhrkamp gibt ihm schon | Ezesdazu, z.B.dassmaneinen jungenGelehrtenbeauftragenkönnte, dasMaterial fürmichherauszusuchen.Nunwirwollen sehen,wie sich dasGanzeentwickelt, undwobei esbleibt: vorallem,wodie „Sizilien“ heraussollen.DasSchlachtenbuchschreibe ichaberganzbestimmtnicht vorAblauf einigerMonate, –wenn überhaupt,und eskommt mir recht unwahrscheinlichvor,daß ich’s schreibe. Ichmöchte, gelegentlich, lie- ber wieder einen Filmentwurf von mir geben. Ich bin neugierig, was die Ufa zu meiner Bedingung sagt, daß sie mir einen Drehbuchautor hierhierschickenmüssen. ImGrundegehtmiralldasnichtnahe,und ich freue mich viel eher darauf, jetzt einige Tage an den Waldrändern sitzen undummichschauenzukönnen. JetztwarHebrazweiTagehier.Heute ist erwieder fort, ichglaube, erwarnicht sehrglücklich,dass er forthat müssen. M.H., nun hast Du ja eigentlich schon mehr als die Hälfte von Deiner Badegeschichte hinter Dir. Ist es Dir recht? Ich glaube, es wird Dir gut tun, wenn Du zurückkommst und dann doch wieder auch mit Leuten redenkannst. Lebe rechtwohlmeinHase,undallesLiebeund GuteundSchöne! Den27.Mai. 149
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
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