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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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4 Kommentar lĂ€sst sich drei Jahrzehnte spĂ€ter in seinem Buch Der wahre Werther (Wien–Hamburg:PaulZsolnayVerlag1959)nachlesen.ALHbezichtigt Werther darin „der UnfĂ€higkeit zum ‚wirklichen‘ Leben (das wohl die körperliche Befriedigung impliziert), so daß der Suizid nicht als Ent- grenzung, sondern als Indiz der LebensschwĂ€che und als mißglĂŒckte Flucht gedeutet wird“ (Bernd Hamacher: „Der unvermeidliche Goethe“: AlexanderLernet-Holenias „DerwahreWerther“ imKontextderneueren „Werther“-Rezeption. In: Thomas Eicher/Bettina Gruber [Hrsg.]: Ale- xander Lernet-Holenia. Poesie auf dem Boulevard. Köln–Weimar–Wien: Böhlau 1999, S. 65–81, hier S.67f.). Ähnliches findet sich auch in ALHs Gedicht „Am Grabe Werthers“: „Der du nicht leben konntest, ohne zu sterben,Fremdling[/] imDasein! [...]“ (A.Lernet-Holenia:Das lyrische Gesamtwerk, S.420f. [BandDieTrophae, ZyklusDieTitanen]). finanziellenKlemme]DergenaueAnlass istnichtermittelbar;eswurde jedochdaraufhingewiesen,dassALH„Zeit seinesLebens[...]unterder Zwangsvorstellung[litt], ineinemkontinuierlichenundunaufhaltsamen Abstiegbegriffenzu sein“ (Rocˇek:DieneunLeben, S.25). dieSachenmitO. ]OlgaLeitner. in Wien keine Wohnung mehr ] ALH hatte im Oktober 1932 als Un- termieter eines Herrn Dr. Paul Thorsek eine Zweizimmerwohnung in der Argentinierstraße 4 (Wien IV.) bezogen, die er, als der Hauptmieter nachdem„Anschluss“Österreichverließ,wiederverlor (siehedazuebd., S.180). Max ] Max Fellerer (1889–1957), Architekt, Mitarbeiter von Josef Hoffmann (1870–1956) und Clemens Holzmeister (1886–1983), 1934– 1938LeiterderFachklasseArchitekturanderAkademiederBildenden KĂŒnsteWienundDirektorderKunstgewerbeschule,1938vondenNatio- nalsozialistena.D.gestellt, „bedeutenderVertreter einerunprĂ€tentiösen, antimonumentalenModerne“ (IrisMeder:WerwarMaxFellerer? In:Die Presse [Spectrum], 12. Sep. 2009, S.XIII). F., der mit seiner Lebensge- fĂ€hrtin, der BĂŒhnenbildnerin Erni Kniepert (1911–1990), ebenfalls das Hochhaus in der Herrengasse 6 (heute 6–8) in Wien I. bewohnte, zĂ€hlte zumengenFreundeskreisderSwecenysundwaroft gesehenerGast in Hochrotherd: „Nach 1938 gehörte er mit den Familien seines Bruders Josef und seines Hochhausnachbarn Milan Dubrovic zum Kreis des Bau- ernhauses in Hochrotherd, das die emigrierte Anna Freud den Besitzern desManz-Verlagesverkaufthatte,umesnicht innationalsozialistische HĂ€nde fallenzu lassen.DasHauswurdeeinZentrumvon intellektuellen Nazigegnern,denendiehorribleZeitundpersönlicheLebensgefahrnicht 229
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
Categories
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