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Bootshaus bewohnte). Jannings schreckte beim Erwerb seiner Latifundi-
enauch„nichtdavorzurück[...], dieNotlagevonrassischVerfolgten
auszunutzen“ (Rocˇek:DieneunLeben, S.186).ZuJannings sieheauch
ebd., S.184ff. Jannings-Biograf Frank Noack (Frank Noack: Jannings.
MĂĽnchen: Belleville 2009) weist darauf hin, dass sich Jannings zu Ar-
beitszweckenmeist inSt.Wolfgangaufhielt: „Jannings’ Filmewurden
ab1930 fastalleamWolfgangseevorbereitet,d.h.dieDrehbuchautoren
mussten zu ihm kommen wegen Besprechungen, und dazu benötigte
man natürlich Gästezimmer, am besten gleich Gästehäuser. Nach Berlin
kamJannings späternurnochzumDrehen“ (ders.: PersönlicheMittei-
lungandenVerfasser [E-Mail].Berlin. 29.Mai2010)–dortwohnteer
dann(wieALH) imnoblen„Kaiserhof“. –ALHwarmit Janningsbefreun-
det und fĂĽhlte sich ihm auch nach dem Krieg in Dankbarkeit verbunden:
„Emil hat während des Krieges viel getan, mich den Klauen des Urviechs
Hitler zuentreißen“ (ALHanCarlZuckmayer,9.März1946, zit. nach
Lernet-Holenia/Zuckmayer: Briefwechsel, S.32), und: „[...] ohne ihn
würde ichnunwohlaufdemBalkanmodern“(ebd.,S.34).Gemeintsind
wohldie zahlreichenDrehbuchaufträge,die JanningsALHzuschanzte,
um ihn vor dem Fronteinsatz zu bewahren (vgl. S.271, Anm. zu den
Drehbuchauftrag). Jannings war allerdings nicht der Einzige, der ihn
angeblich vor „dem Balkan“ rettete: auch von Karl Heinrich Waggerl hat
ALHdiesbehauptet (vgl. S.320,Anm.zudenWaggerl).
des Herrn K. ] Vermutlich Eryk Kollontay (1895–1974); er und sei-
neFrauOdette (1911–1990)bewohntendasGrundstücknebenALHs
St.Wolfganger Bootshaus und waren mit Pia von Hartungen und Ot-
to Dressel, später auch mit ALH selbst befreundet (Manon-Marcelle
Kohlhuber-Kollontay: Persönliche Mitteilung an den Verfasser [Tonband-
protokoll]. St.Wolfgang.16.Feb.2011).
AberderWagen,der rollt ]KehrversdesdeutschenVolkslieds „Hoch
aufdemgelbenWagen“,dasdieUnabwendbarkeitdesTodeszumInhalt
hat.
Der Jean ] JeanLafaire.
Anny ]Nicht ermittelt.
Waldi]ALHsHundinSt.Wolfgang,einLanghaardackel (vgl.Abb.10).
IneinemBrief ausdemJahre1948anCarlZuckmayerbeschreibtALH
Waldi: „Waldi aber, der rechtmäßige Nachfolger Charlis, des von Zweigs
Caspar ĂĽber Deinen Flock bis zu mir systematisch Rassenentmisch-
ten [...] ist der ruhende Pol in dieser Bewegungen Flucht, und ob-
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Title
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Subtitle
- Briefe 1938-1945
- Author
- Christopher Dietz
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2013
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Size
- 15.5 x 23.5 cm
- Pages
- 468
- Categories
- Weiteres Belletristik