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100)AnMariaCharlotteSweceny,St.Wolfgang,30.9.1941
Brief (4S.)mitKuvert, blaueTinte
mein Aufenthalt in Ruhleben ] In Berlin-Ruhleben befand sich die HFS.
meinTelegramm ]Nichtüberliefert.
den Dir so glücklich scheinenden Posten ] Offenbar hatte LS ALH in
ihrem Brief davonüberzeugen wollen, dass derPosten bei derHFS, bei
allen Unannehmlichkeiten, große Sicherheit für ihn bedeute, für die er
beimWohlbefindenzurücksteckenkönne.Vgl. auchS.61.
zu jener Institution ]HFS.
an seinerProduktion ]Vermutl. derBismarck-FilmDieEntlassung, in
demJanningsdieTitelrolle spielte.
jenes genialenEinfalles vonBernau ]Vgl. S.59.
Filmtruppführer ] Die NS-Filmtrupps berichteten von der Front und
produzierten so wichtiges Material fürdie nationalsozialistische Propa-
ganda(vgl.BarbaraKorte/HorstTonn[Hrsg.]:Kriegskorrespondenten:
Deutungsinstanzen in der Mediengesellschaft. Wiesbaden: VS Verlag 2007
passim).
brauchtEmil ]Emil Jannings.
ein weißes Pferd ] LS im erwähnten Konzept vom 1. Okt.: „Dein Pferd-
chen ist sehr lieb! IchdankeDir tausendmal.EsmachtmirwirklichSpaß.
Es ist so fröhlich und siegessicher.“ Vermutlich handelt es sich um ein
SouvenirodereinePostkarte.
DieSachemit derUhr ]Vgl.BriefNr.97.
mitdemBrater ]Alte, ungenaueUhr (österr.Ugs.).
das Mistvieh bringt wirklich Pech ] Dazu LS im erwähnten Konzept:
„Ich werde sie [die für ALH gedachte neue Uhr, C.D.] eben behalten.
Vielleicht lerne ich etwas, jedesmal wenn ich sie anschau, und nicht nur
wieviel Uhr es ist. Die andre Uhr, Deine, hab’ ich vom Uhrmacher geholt
u. der Einfachheit halber umgenommen, Deinem Wunsch entsprechend
sie aber jetzt gleich abgenommen. Vielleicht hat sie ihren schlechten
Zauberaber jetzt schonerfüllt und istnuneinewie jedeandere.“
Wannsehe ichDich ]DazuLS: „Lieber, ichmöchteganzvernünftigmit
DirwegendesWiedersehens sprechen. Ichglaubees tutDirgutu.Du
weißtesauch,mitDeinerArbeit alleinzusein füreineWeile. Ichhab’
es jaauchnicht soeilig. Jedenfallswerdenwirunsbevor–wenn–Du
wiedernachBerlin fährst sehenu.wennDunichtherkommst, komme
jedenfalls ich hin. [...] ich bin immer gern bei Dir, auch wenn ich dabei
garnichtbesonders fröhlich seinkann“(Briefkonzeptvom1.Okt.1941).
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Title
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Subtitle
- Briefe 1938-1945
- Author
- Christopher Dietz
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2013
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Size
- 15.5 x 23.5 cm
- Pages
- 468
- Categories
- Weiteres Belletristik