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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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4 Kommentar stellenach Berlin, hatte jedoch vonGöbbels [sic!] gleichzu Beginndas Verbot, Filmepolitischen Inhalts zu schreiben.Dennochhatteerdann später, schon gegen Ende des Krieges, auf Göbbels Befehl einen FILM zuschreiben.DerFilmsollte voneinergroßenLiebemitten imKriege handeln, jedoch so,daßderHELDvor lauterKämpfenundSchlachten nicht dazu kam, seine Zarah Leander zu heiraten, was freilich heute begreiflicher sein mag als damals. Der Film sollte ,Die große Liebe‘ heis- sen“ (Anon. Pro-memoria Besprechung mit Direktor Lorbek am 12. Juni 1972[WienB,Handschriftensammlung,TeilnachlassAlexanderLernet- Holenia(M09H),ZPH630,MappeBio-undbibliographischesMaterial]). Im Brief an LS verschweigt ALH wohlweislich, dass er in Begleitung Eva Vollbachs in der Vorstellung war: „Mit meiner Frau, die ich damals noch nicht geheiratet hatte, sah ich diesen Film und klammerte mich entsetzt an sie, so schlecht schienermir.Als ichdengleichenFilmeinige Jahre späternocheinmal sehenkonnte, schienermirwesentlichbesser, ein Zeichen, daß die anderen Filme der Nachkriegszeit denn doch noch schlechtergewesen seinmußten“ (ebd.). meine Beurlaubung ] ALH spricht hier wohl von seiner UK-Stellung, die dann am 18. Januar 1943, wohl auch unter dem Eindruck des Er- folgs von Die große Liebe, erfolgte. „Diesem Publikumsrenner verdankte Lernet-Holenia nicht nur ansehnliche Revenuen, er genoß seitdem auch dasWohlwollenhöchsterKreise,die sich fürdiesenSieganderPropa- gandafront gerne erkenntlich zeigten und entsprechende Anweisungen gaben.Sofindetsichdennaufeiner ,BeförderungskarteikartederOffizie- re d. Reserve z.V.‘ unter dem Datum des ,18.1.43‘ ein handschriftlicher ,uk!‘-Vermerk: und darunter in Klammern ,(Dr. Goebbels)‘“ (Sommer: AnmerkungenzuWillkürundWohlwollenfiskalischerOrgane,S.184). Roman Rocˇek datiert die UK-Stellung ALHs auf den 13. Januar 1943 (Rocˇek:DieneunLeben, S.241). nicht sehr entzückt ]Vgl. S.73. Emil ]Emil Jannings. Bismarck-Film ]DieEntlassung. Benn, der [...] wohnt ] Gottfried Benn wohnte vom 1. Dezember 1937 bis zu seinem Tod am 7. Juli 1956 in der Bozener Straße 20 in Berlin-Schöneberg.EineGedenktafel amHauserinnertheutean ihn. auf der Terrasse ] Gemeint ist der Landsitz der Familie Sweceny/Stein in Hochrotherd, wo ALH häufig zu Gast war. Laut Auskunft von Markus Stein, LS’ Neffe, gab es dort auf der Terrasse ein grünes Regenfass 315
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
Categories
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