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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts lieferte Art Lotte Swecenys zu schreiben, derkolloquiale Duktus ihrer BriefeundKonzepte, ihr sorgloserUmgangmitGrammatikundOrtho- grafie, kurz: ihre „Stimme in der Schrift“3 vermitteln ein lebendiges Bild ihrerPerson,vonder–andersals imFalle ihresberühmtenBriefpartners –keineFilm-oderTon-undnurwenigeBilddokumenteexistieren. Es ist nichtbekannt, obdie imArchivderFamilieSteinüberlieferten StückedengesamtenNachlassLotteSwecenysbildenodernureinenTeil davon, ob in den vergangenen 55 Jahren Bestandteile eines ursprüngli- chenNachlassesausgeschiedenwurden, verlorengingenetc.Zentrum desNachlasses, wieer vorgefunden wurde,bildet –auchumfangsmäßig – das (von dritter Hand?) grob chronologisch geordnete und gebündelte Konvolut von150anLotteSwecenygerichtetenBriefen(bzw.Postkar- ten) Alexander Lernet-Holenias. Ergänzt werden diese Quellen durch einige wichtige Stücke aus dem Besitz von Lottes Nichte Barbara Net- scher.4 Aufgrund von Lotte Swecenys frühem Tod (1956) gibt es nur wenigeZeitzeugen,die zubefragenmöglichgewesenwäre.5 DieLiteratur zuLotteSweceny ist schnell überblickt:NebendenEr- wähnungen6 im Zusammenhang mit Kokoschkas Skandal-Bild Spielende Kinder7, dasLotteund ihrenBruderWalter zeigt, sindesvorallemdie rund drei Seiten in der Veruntreuten Geschichte8 Milan Dubrovic’, die dasöffentlicheBildLotteSwecenys (und jenes ihrerFamilie)bisheute bestimmen. Dubrovic schrieb knapp dreißig Jahre nach deren Tod über seine „künstlerischund literarisch interessierte[]“FreundinLotte: IhrVater [RichardStein,C.D.],derdasVerlagshausManzzueinem Zentrum für wissenschaftliche Publikationen aufbaute, zählte zu jenerhochkultiviertenSchichtdesassimilierten jüdischenBürger- tums,die sich in ihrerFortschrittsfreudigkeit fürneue Impulse in 3 Fetz:ZumStatusbiographischerQuellen,S.145. 4 Darunter etwa Lottes „Kleiner Abstammungsnachweis“, einige Fotos sowie Briefe Lottes an ihrenBruderWalterStein. 5 ZweiwesentlicheZeitzeugen,dieGeschwisterBarbara (JulianeMariaCharlotte)Net- scherundMarkus (FranzFlorian)Stein, griffen invielen ihrerDarstellungenauferin- nerteAussagen ihrerElternWalterundLianeSteinzurück. 6 EtwabeiTobiasNatter (Hrsg.):OskarKokoschka.DasmoderneBildnis1909bis1914. Im AuftragderNeuenGalerieNewYorkherausgegebenvonTobiasG.Natter. Köln:Dumont 2002; Werner J.Schweiger:Der jungeKokoschka. LebenundWerk1904–1914.Wien– München:EditionChristianBrandstätter1983; JohannWinkler/KatharinaErling:Oskar Kokoschka.DieGemälde1906–1929. Salzburg:VerlagGalerieWelz1995. 7 Vgl. dazuS.383. 8 Dubrovic: VeruntreuteGeschichte, S.262–264. 336
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
Categories
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