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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts vorging.96 RichardStein legitimiertedieVerbindungam28.Mai1922.97 Trauzeuge war neben einem Verwaltungsrat namens Joseph Kraus – der als Jurist wohl eher vonseiten des Bräutigams in die Zeremonie eingebracht wurde – der Hofschauspieler und Regisseur Otto Tressler (eigentlich Otto Mayer, 1871–1965),98 wohl ein Freund der Familie Newlinsky.99 VaterMariavonNewlinskyswarderehemaligeBotschafter, Journalist, Zionist und Herzl-Mitarbeiter Philipp Michael von Newlinsky (1841–1899).100 DieSphäre,derMariaLuisevonNewlinskyentstammte,mag fürRi- chard Stein, „der eine gewisse Vorliebe für einen möglichst bunten Kreis hatte, indemauchdieKunstundTheaterweltnicht fehlen sollten“,101 einen erstrebenswerten Kontrast zur kaufmännisch-bürgerlichen Her- kunft seiner ersten Frau Frieda gebildet haben. Unter seinen Kindern brachte ihm diese zweite Ehe mitunter Kritik ein; auch Vater Markus, der sichderFamilieKlinkhardtausbegreiflichenGründenverpflichtet fühlte,warvonder illegitimenVerbindung,demunehelichenEnkelOtto undschließlichderScheidungseinesSohnesvonFriedaKlinkhardtnicht ebenangetan. 96 Da die Mutter römisch-katholischen Glaubens war, wurde der gemeinsame Sohn am 29. Oktober 1919 ebenfalls römisch-katholisch getauft (Röm.-kath. Pfarramt St. Joseph: Geburts-undTaufscheinOttoStein,1919/49/140[SteinFA].WienV.29.Okt. 1919). 97 Trauungsschein Dr. Richard Stein/Maria Luise von Newlinsky, Evang. H.B. 1922/49/94 (SteinFA). 28. Mai 1922. Auch für Maria Luise von Newlinsky war es die zweite Ehe: Siewarzuvormit einemHerrnReizes verheiratet gewesen(ebd.). 98 TrauungsscheinevangH.B.1922/49/94,SteinFA.TresslersKarriere solltenocheinige Glanzlichter aufzuweisen haben:Unter anderemspielte er denFeldmarschallRadetzky in Ernst Marischkas „Sissi“-Filmen der 1950er-Jahre, aber auchRollen in Verfilmungen von Büchern Lernet-Holenias (u.a. den Grafen Lubenski in Abenteuer eines jungen Herrn in Polen und den Richter in Maresi). Möglich, dass Tressler dem Paar auch bei der Namensgebung für den gemeinsamen Sohn Otto Pate gestanden hatte. Am Burgtheater spielteTressler insgesamt383Rollen; ergalt als einerder souveränsten „Schwimmer“ (Textvergesser) des Hauses (AEIOU Österreich-Lexikon. URL: http://austria-lexikon.at/ af/AEIOU, Eintrag „Tressler, Otto“, abgerufen am 19. Februar 2011). Tressler bewohnte inden 1930er-Jahreneine Garçonnière im Herrengassen-Hochhaus,woauch Richards KinderWalterundLotteSteinmit ihrenFamilien lebten. 99 EinMichaelvonNewlinsky(1891–1964),vielleichtMariasBruder, spielte inden1930er- JahrengemeinsammitTressler inErichEngels GefährlichesSpiel (1937). 100 Zu Newlinsky vgl. Martha Keil: Eintrag „Newlinski, Philipp Michael von“. In: Neue DeutscheBiographie19(1998),S.194. URL:www.deutsche-biographie.de/pnd13823 2547.html. LautLehmann’sAllgemeinerWohnungs-AnzeigerwarNewlinskyaußerdem Herausgeberder Correspondancede l’Est sowieTräger zahlreicherAuszeichnungen. 101 UrteilCg 1178/21 desLandesgerichts Wien, zitiert nachMumelter: DieGeschichte des VerlagshausesManz, S.156FN423. 358
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
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