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Verkehrliche Wirkung autonomer
Fahrzeuge340
In einem homogenen Verkehrsfluss ist die Dichte einfach zu bestimmen und ergibt sich aus
dem Reziprok des Platzbedarfs eines Fahrzeugs [11]:
k
vT
Lh
=
+
1 .
In diesem Zusammenhang ist Th der zeitliche Abstand (ZeitlĂĽcke) zum vorausfahrenden
Fahrzeug und L die Länge eines Fahrzeugs. Da die Kapazität die maximale Verkehrsstärke
qmax darstellt, ist diese folglich eine Funktion von v, Th und L. FĂĽr den Fall, dass ausschlieĂź-
lich menschliche Fahrer die Fahrzeuge steuern, ergibt sich die Kapazität Ch mit:
C q v
vT
Lh
max
h
= =
+ .
Analog wird die Kapazität Ca in einem rein durch autonome Fahrzeuge zusammengesetz-
ten Verkehrsfluss durch die folgende Funktion beschrieben, in der Ta die von autonomen
Fahrzeugen bevorzugte ZeitlĂĽcke darstellt:
C v
vT
La
a
=
+
Das Verhältnis der beiden Kapazitätswerte und damit die Veränderung der Kapazität wird
durch den Zusammenhang
C
C vT L vT L
a
h h
a=
+
+(
) / ( )
beschrieben.
Für die Abschätzung des Einflusses autonomer Fahrzeuge auf die Kapazität werden
für die Parameter der Kapazitätsformel Größen verwendet, die für heutige Verhältnisse
empirisch nachgewiesen sind. So erscheint es sinnvoll als mittlere Geschwindigkeit, bei
der die Kapazität erreicht wird, den Wert v km h m
s=
(
)80
22
2/
, / anzunehmen. FĂĽr den
Platzbedarf eines mittleren Personenkraftwagens wird das bekannte MaĂź einer mittleren
Fahrzeuglänge von 4,5 m und eines minimalen Sicherheitsabstands zum Vordermann von
3,0 m und somit LPkw = 7,5 m verwendet. Als mittlere Länge eines Lastkraftwagens werden
18 m als gewichtetes Mittel der Längen eines Lastzuges (18,75 m) und eines Sattelschlep-
pers (16,50 m) angesetzt. FĂĽr den Platzbedarf eines Lastkraftwagens ergeben sich unter
BerĂĽcksichtigung von 3,0 m Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug LLkw = 21 m. Als
realistische Größe für den mittleren zeitlichen Folgeabstand bei hohen Verkehrsstärken
liefern die empirischen Untersuchungen einen Wert von Th = 1,15 s.
Für die Veränderung der Kapazität bei autonomem Fahren ist die veränderte Folgezeit-
lĂĽcke Ta ausschlaggebend. Als technisch realisierbar und zugleich aus Sicht der Verkehrs-
teilnehmer akzeptabel erscheint hierfĂĽr ein Wert von Ta = 0,5 s. Dieser sehr kurze Folgeab-
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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