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Verkehrliche Wirkung autonomer
Fahrzeuge344
unterschiedlichen Verteilungsfunktionen der KapazitÀt. Wesentliche Einflussfaktoren sind
in diesem Zusammenhang die Geschwindigkeits- und die ZeitlĂŒckenverteilungen. Je ge-
ringer die Standardabweichungen sind, umso stabiler ist der Verkehrsablauf und umso
weniger ZusammenbrĂŒche sind auch bei hohen VerkehrsstĂ€rken zu erwarten.
Autonome Fahrzeuge werden, insbesondere wenn sie durch Kommunikation unter-
einander die Aktionen der vorausfahrenden Fahrzeuge antizipieren können, zu einer Ver-
stetigung des Verkehrsablaufs und somit zur StabilitÀt beitragen. Bei einem rein autonomen
Verkehr ist davon auszugehen, dass eine vollstÀndige StabilitÀt erreicht wird und ein Ka-
pazitÀtsabfall vermieden werden kann.
16.3.2 Knotenpunkte mit Lichtsignalanlage
Da Knotenpunkte im Zuge höher belasteter StraĂen in der Regel mit Lichtsignalanlagen
geregelt werden, beziehen sich die folgenden Ăberlegungen auf die KapazitĂ€ten von Kno-
tenpunkten mit Lichtsignalsteuerung.
Bei hoher Verkehrsnachfrage kommt es an signalisierten Knotenpunkten unabhÀngig von
der Koordinierung der Lichtsignalanlagen zu einem stĂ€ndigen RĂŒckstau. Deshalb erfolgt die
Anfahrt der wartenden Fahrzeugkolonne bei Beginn der Freigabezeit regelmĂ€Ăig aus dem
Stand. Wenn das erste Fahrzeug bei Beginn der Freigabe angefahren ist, folgt das nÀchste,
wenn ein bestimmter zeitlicher Abstand erreicht ist. Dieser zeitliche Abstand wird durch den
Zeitbedarfswert reprĂ€sentiert, der fĂŒr Standardbedingungen (keine LĂ€ngs
neigung, Gerade-
ausverkehr, ausreichende Fahrstreifenbreite) und reinen Pkw-Verkehr tb = 1,8 s betrÀgt [4].
Dies entspricht einer SĂ€ttigungsverkehrsstĂ€rke von qs = 2000 Pkw / h. FĂŒr Lkw und Busse
werden als Zeitbedarfswert tb = 3,15 s und fĂŒr LastzĂŒge tb = 4,5 s angegeben.
Abb. 16.10 KapazitÀt eines Fahrstreifens in AbhÀngigkeit des Anteils autonomer Fahrzeuge bei
reinem Pkw-Verkehr unter BerĂŒcksichtigung gröĂerer FolgezeitlĂŒcke von autonomen Fahrzeugen
auf von Fahrern gelenkte Fahrzeuge
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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